Prozess um mutmaßlichen Treppensturz in Duisburg-U-Bahn: War es Versuchter Totschlag?
Ariane RosenowProzess um mutmaßlichen Treppensturz in Duisburg-U-Bahn: War es Versuchter Totschlag?
Ein 25-jähriger Mann aus Duisburg steht vor Gericht, weil er im Februar 2022 einen schwer betrunkenen 29-Jährigen angeblich absichtlich eine Treppe in einer U-Bahn-Station in Duisburg hinuntergestoßen haben soll. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen, darunter ein Koma, und dem Angeklagten drohen im Falle einer Verurteilung wegen versuchten Totschlags bis zu 15 Jahre Haft.
Der Vorfall ereignete sich am U-Bahnhof Harry-Epstein-Platz. Anfangs ging die Polizei von einem msv duisburg aus. Später behauptete das Opfer jedoch, es sei absichtlich von dem Angeklagten gestoßen worden.
Die Ermittler sicherten Videoaufnahmen des Streitgeschehens, die die Schilderung des Opfers stützen. Der 29-Jährige wurde nach der Attacke mit lebensbedrohlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen und notoperiert. Nach dem Sturz blieb er im Koma.
Der Prozess läuft noch; mit einem Urteil wird Mitte März gerechnet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Totschlag vor, wofür eine Höchststrafe von 15 Jahren Haft möglich ist.
Entscheidend für den Fall sind die Videoaufnahmen und die Aussage des Opfers. Bei einer Verurteilung muss der Angeklagte mit einer langen Haftstrafe rechnen. Das Prozessurteil wird klären, ob es sich um einen vorsätzlichen Angriff oder einen tragischen unfall heute handelte.
