Rechtsextreme Straftaten in NRW auf Rekordniveau – Mönchengladbach besonders betroffen
Ariane RosenowRechtsextreme Straftaten in NRW auf Rekordniveau – Mönchengladbach besonders betroffen
Rechtsextreme Straftaten in Nordrhein-Westfalen erreichen Rekordhoch
Laut neuen Zahlen haben rechtsextreme Straftaten in Nordrhein-Westfalen (NRW) einen traurigen Höchststand erreicht. Im Jahr 2025 verzeichnete das Bundesland fast 11 Prozent mehr Vorfälle als im Vorjahr – besonders betroffen ist dabei Mönchengladbach. Lokale Politiker haben sich nun besorgt über den ansteigenden Trend geäußert.
Offizielle Daten zeigen, dass rechtsextreme Delikte in NRW von 5.641 im Jahr 2024 auf 6.268 im Jahr 2025 angestiegen sind – die höchste Zahl seit 2001. Im Schnitt wurden täglich 17 solche Straftaten im Land registriert. Besonders alarmierend: Gewalttaten nahmen um 24 Prozent zu, während antisemitische Straftaten um 13 Prozent stiegen.
In Mönchengladbach stieg die Zahl der Vorfälle drastisch an – von 78 im Jahr 2024 auf 139 im Jahr 2025. Damit gehört die Stadt zu den zehn am stärksten betroffenen Kommunen in NRW. Besonders besorgniserregend sind die Zunahmen bei Hasskriminalität gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung (plus 27 Prozent) sowie bei antiziganistischen Vorfällen (plus 47 Prozent).
Die grüne Landtagsabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel verurteilte die Entwicklungen scharf. Sie wies auf die wachsende Bedrohung für marginalisierte Gruppen hin und forderte entschlossenere Maßnahmen gegen Extremismus – nicht nur in Mönchengladbach, sondern landesweit.
Die Zahlen für 2025 markieren eine beunruhigende Zuspitzung rechtsextremer Aktivitäten in NRW. Angesichts der besonders starken Zunahme in Mönchengladbach geraten die Behörden nun unter Druck, gegen die Welle von Hassverbrechen vorzugehen. Die Daten bestätigen einen besorgniserregenden Trend zunehmender Radikalisierung in der Region.






