11 February 2026, 12:45

Rekorde und Tradition: Alpen-Skimeisterschaften trotzen dem Wandel der Zeit

Ein Plakat der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 1985 in Seefeld, Schweiz, das eine schneebedeckte Landschaft mit Menschen, Pferden, Stangen, Fahnen, Gebäuden, Bäumen und Himmel sowie Text über das Ereignis zeigt.

Rekorde und Tradition: Alpen-Skimeisterschaften trotzen dem Wandel der Zeit

Die 20. Offenen Alpen-Skimeisterschaften von Nordrhein-Westfalen fanden am 30. Januar 2023 auf der Skipiste "Am Bohnstein" in Hesselbach statt. Die Veranstaltung wird seit 1992 jährlich ausgetragen und hat selbst Wetterkapriolen und pandemiebedingte Absagen überstanden. In diesem Jahr gingen 135 Polizeibeamte und Regierungsmitarbeiter gemeinsam mit Wettkampfsportlern und Snowboardern an den Start.

Der Ski-Club Oberes Banfetal hatte einen schnellen und technisch anspruchsvollen Riesenslalomkurs vorbereitet. Bei den offenen Meisterschaften traten 60 Skifahrer und 10 Snowboarder an, während sich 65 Teilnehmer an den hessischen Landesrennen beteiligten. Die Teilnehmerzahlen sind in den letzten zehn Jahren drastisch gesunken – von 1.200 bis 1.500 in den frühen 1990er-Jahren auf heute nur noch 400 bis 600. Mildere Winter, weniger Schnee in Regionen wie Winterberg und gekürzte Fördergelder für den Jugendsport haben zu diesem Rückgang beigetragen.

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Martin Huneck sicherte sich den Sieg in der Herren-Ski-Kategorie, Nina Bathe gewann bei den Damen. Jens Nevermann war der schnellste Snowboarder der Männer, während Amelie Honold den Titel bei den Frauen holte. Auch lokale Athleten glänzten: Verena Gros, René Terzyk, Isabell Yanaz und Leon Reinery erreichten allesamt Podestplatzierungen.

Bei den hessischen Landesrennen setzten sich Stefan Rink und Maike Liermann als Sieger durch – Liermann stellte dabei die Tagesbestzeit auf. Der 81-jährige Hubert Steiger, der bereits beim ersten Rennen 1992 dabei war, ging auch in diesem Jahr wieder an den Start und vermied im ersten Durchgang den letzten Platz.

Die Meisterschaften brachten Sportler aller Altersgruppen und Hintergründe zusammen – von erfahrenen Wettkämpfern bis hin zu Neulingen. Trotz sinkender Teilnehmerzahlen bleibt die Veranstaltung ein fester Bestandteil im Wintersporkalender der Region. Veranstalter und Teilnehmer passen sich weiterhin den veränderten Bedingungen an und halten die Tradition lebendig.