25 March 2026, 06:18

Renault revolutioniert seine E-Auto-Lieferkette mit Batterie-Kreislaufmodell

Eine Liniengrafik, die den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Renault revolutioniert seine E-Auto-Lieferkette mit Batterie-Kreislaufmodell

Renault gestaltet seine Lieferkette für Elektrofahrzeuge um, indem es Batterien nicht länger als Wegwerfteile, sondern als wertvolle Vermögenswerte behandelt. Das Unternehmen hat ein Batterie-Wechselprogramm eingeführt, um Stillstandszeiten zu verkürzen und die Effizienz zu steigern. Herausforderungen bleiben jedoch bestehen – etwa durch zersplitterte Datensysteme und komplexe Vorschriften.

Im Mittelpunkt der neuen Strategie des Automobilherstellers steht ein kreislauforientiertes Lieferkettenmodell. Batterien, die bis zu 30 Prozent des Gesamtwerts eines Fahrzeugs ausmachen können, werden nun als wiederverwendbare Ressourcen managed. Diese Neuausrichtung erläuterte Israfil Beker, Renaults General Manager für die Aftersales-EV-Lieferkette, in einem aktuellen Interview mit Automotive Logistics.

Das System umfasst mehrere Strömungsrichtungen und vernetzt Händler, Reparaturzentren, Lager und Recyclingbetriebe. Renault strebt ein 360-Grad-Modell an, in dem jeder Teilnehmer gleichzeitig Lieferant und Kunde ist. Doch die Echtzeit-Datenaustausch bleibt schwierig, da die Partner unterschiedliche ERP-, WMS- und TMS-Plattformen nutzen.

Um die Fahrzeug-Stillstandszeiten zu reduzieren, hat Renault automatisierte Batterie-Wechselstationen eingeführt. Das Programm startete mit dem Renault Zoe in Israel und Frankreich, wo die Batterien in weniger als drei Minuten getauscht werden. 2023 kam Deutschland hinzu, beginnend mit einer Station in Hamburg. Bis 2026 sollen weitere Standorte wie München und Berlin folgen. Zu den aktuellen Partnern zählen NIO für die Wechseltechnologie, IONITY für die Ladeinfrastruktur und Shell für die Standortintegration.

Regulatorische Hürden erschweren die Umsetzung zusätzlich. Batterien gelten als Gefahrgut, und selbst innerhalb eines Landes wie Deutschland können die Vorschriften variieren. Renaults Kreislaufmodell hilft zwar, Lagerbestandsprobleme zu lösen, muss sich aber gleichzeitig in diesem regulatorischen Rahmen bewegen.

Mit seiner batteriefokussierten Strategie zielt Renault darauf ab, Logistikprozesse zu optimieren und Kosten zu senken. Das Wechselprogramm ist bereits in mehreren Ländern aktiv, eine Ausweitung ist geplant. Doch uneinheitliche Vorschriften und fragmentierte Datensysteme stellen weiterhin operative Herausforderungen für den Automobilhersteller und seine Partner dar.

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