06 May 2026, 16:18

Revolutionärer Filter stoppt Mikroplastik aus Waschmaschinen fast vollständig

Nahaufnahme einer braunen und schwarzen Seeohrschnecke auf einem Plastikbehälter mit Wassertropfen.

Revolutionärer Filter stoppt Mikroplastik aus Waschmaschinen fast vollständig

Ein neuer Filter könnte die Menge an Mikroplastik, die von Waschmaschinen freigesetzt wird, drastisch reduzieren. Forscher der Universität Bonn haben ein System entwickelt, das von Fischkiemensystemen inspiriert ist. Die Vorrichtung filtert über 99 Prozent der Kunststofffasern aus dem Abwasser, bevor sie in die Kanalisation gelangen.

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Abwasser aus Waschmaschinen ist eine der Hauptquellen für Mikroplastik. Ein Vier-Personen-Haushalt kann pro Jahr bis zu 500 Gramm dieser winzigen Partikel freisetzen. Derzeit passieren die meisten Mikroplastikteilchen Kläranlagen und landen im Klärschlamm, der oft als Dünger verwendet wird.

Der neue Filter ahmt das Kiemenreusensystem von Fischen wie Makrele, Sardine und Sardelle nach. Dieses Design verhindert Verstopfungen und sorgt gleichzeitig für eine hohe Effizienz. Sobald die Mikroplastikteilchen eingefangen sind, können sie komprimiert und mit dem normalen Hausmüll entsorgt werden.

Die Universität Bonn und das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik haben gemeinsam ein Patent für diese Technologie angemeldet. Mikroplastik steht im Verdacht, sowohl für die menschliche Gesundheit als auch für Tiere Risiken zu bergen. Die Innovation könnte daher eine Lösung für ein wachsendes Umweltproblem darstellen.

Der Filter bietet eine praktische Möglichkeit, die Mikroplastikbelastung durch Waschmaschinen zu verringern. Indem er die Partikel auffängt und sicher entsorgt, verhindert er, dass sie in Gewässer oder auf Ackerflächen gelangen. Die Technologie könnte schon bald als Standard in Haushaltsgeräten verbaut werden.

Quelle