14 January 2026, 19:23

RWE und KKR bauen riesige Offshore-Windparks vor Großbritanniens Küste

Zwei Windräder in den Niederlanden mit Bäumen, Häusern, Menschen, Booten und einem bewölkten Himmel im Hintergrund, mit Text am unteren Bildrand.

RWE und KKR bauen riesige Offshore-Windparks vor Großbritanniens Küste

RWE hat sich mit dem US-Investmentunternehmen KKR zusammengeschlossen, um zwei große Offshore-Windparks vor der britischen Küste zu entwickeln. Das Vorhaben mit einem Volumen von über 15 Milliarden Dollar umfasst die Standorte Norfolk Vanguard East und West in der Region East Anglia. Gemeinsam sollen sie nach ihrer Fertigstellung rund 3 Gigawatt (GW) saubere Energie erzeugen.

Die Partnerschaft wurde an einem Mittwoch – voraussichtlich Ende 2025 – bekannt gegeben und markiert einen bedeutenden Schritt in RWEs Expansion im britischen Sektor für erneuerbare Energien.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Joint Venture ist als 50:50-Beteiligung zwischen RWE und KKR strukturiert. Durch die Vereinbarung kann RWE seinen Kapitalbedarf senken und das finanzielle Risiko der Norfolk-Projekte streuen. Beide Standorte haben bereits staatlich garantierte 20-Jahres-Verträge für Differenzzahlungen (Contracts for Difference, CfD) erhalten, die einen festen Preis von 91,20 Pfund pro Megawattstunde für den erzeugten Strom sichern.

Die nächste entscheidende Phase für die Projekte steht im Sommer 2026 an. Dann soll die Transaktion mit KKR finalisiert werden, zeitgleich mit RWEs endgültiger Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) für Norfolk Vanguard. Darüber hinaus hat RWE in ganz Großbritannien bereits eine Offshore-Windkapazität von insgesamt 6,9 GW gesichert.

Das Vertrauen der Anleger in RWE ist im vergangenen Jahr gewachsen: Die Aktie des Unternehmens stieg um über 75 %. Derzeit notiert sie bei 49,86 Euro – ein leichter Anstieg von 1,01 % am Tag. Allerdings liegt der Kurs noch etwa 6,7 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 53,42 Euro, das zu Jahresbeginn erreicht wurde.

Sobald die Norfolk-Projekte in Betrieb sind, werden sie 3 GW Offshore-Windstrom ins britische Netz einspeisen. Mit staatlich garantierten Preisen und KKR als starkem Finanzpartner festigt RWE seine Position auf dem Markt für erneuerbare Energien. Die finale Investitionsentscheidung und der Abschluss des Deals 2026 ebnen den Weg für den Baubeginn.