Safer Internet Day 2026: Wie KI-Beziehungen Jugendliche in Aachen und Deutschland verändern
Edeltrud WagnerSafer Internet Day 2026: Wie KI-Beziehungen Jugendliche in Aachen und Deutschland verändern
Safer Internet Day: KI und ich – eine künstliche Beziehung? Am 10. Februar 2026 findet der Safer Internet Day (SID) unter dem Motto "KI und ich: Eine künstliche Beziehung" statt. Die weltweite Kampagne lenkt den Blick auf die Risiken und Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz – insbesondere für junge Menschen. Auch die Aachener Polizei beteiligt sich mit einem öffentlichen Vortrag am Aktionstag, um auf digitale Gefahren aufmerksam zu machen.
Eine aktuelle Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt einen deutlichen Anstieg "parasozialer" Beziehungen zwischen Jugendlichen und KI-Chatbots. Seit 2020 hat sich der Anteil der 16- bis 19-Jährigen, die Dienste wie Replika oder Character.AI nutzen, von 15 auf über 30 Prozent verdoppelt. Die Pandemie und Social-Media-Trends haben diese Entwicklung beschleunigt – mit der Folge, dass nun mehrere Bundesländer gegensteuern.
Bayern und Nordrhein-Westfalen haben bereits Schulprogramme zur Medienkompetenz eingeführt. Die bayerische Initiative "KI & Ich" erreichte mit Workshops zum verantwortungsvollen Umgang mit KI bereits 500 Schulen. Städte wie Berlin und Hamburg bieten zudem in Jugendzentren Schulungen an, die sich mit digitaler emotionaler Gesundheit befassen. Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) hat zudem Leitfäden veröffentlicht, die über mögliche Risiken aufklären.
Neben den Herausforderungen für Jugendliche nimmt auch die Gefahr von Online-Investmentsbetrug – sogenannten "Cybertrading-Scam" – stark zu. Besonders betroffen sind Erwachsene mittleren Alters. Aus diesem Grund veranstaltet die Polizei Aachen am 10. Februar um 18:30 Uhr einen kostenlosen Vortrag im Polizeipräsidium Aachen. Themen sind KI-Risiken und Betrugsprävention. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich; Interessierte finden die Kontaktdaten für die Registrierung auf der Website der Behörde.
Ziel der Aachener Veranstaltung ist es, Bürgerinnen und Bürger über KI-bedingte Gefahren und Finanzbetrug aufzuklären. Angesichts der Tatsache, dass bereits 90 Prozent der Jugendlichen generative KI-Tools nutzen, werden Aufklärungskampagnen und Bildungsprogramme bundesweit ausgeweitet. Die Behörden setzen sich weiterhin für eine stärkere digitale Kompetenz ein – um Risiken für alle Altersgruppen zu minimieren.
