Snowboarder nach nächtlicher Irrfahrt in Garmisch-Partenkirchen gerettet
Wieslaw JähnSnowboarder verläuft nachts in den Bergen - gerettet - Snowboarder nach nächtlicher Irrfahrt in Garmisch-Partenkirchen gerettet
Ein 21-jähriger Snowboarder aus Aachen wurde nach stundenlanger Irrfahrt in den Bergen gerettet. Der Mann hatte sich bei einer Abfahrt in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen verlaufen, woraufhin in der späten Nacht eine großangelegte Suchaktion eingeleitet wurde.
Der Vorfall begann, als der Snowboarder die Orientierung verlor und bemerkte, dass der Akku seines Handys fast leer war. Bevor das Gerät vollständig ausschaltete, gelang es ihm noch, seinen letzten bekannten Standort an einen Freund zu schicken, der um etwa 20:40 Uhr die Behörden alarmierte. Bei nachlassender Sicht folgte der Mann dem fernen Licht einer Wanderlampe und erreichte schließlich die unbeaufsichtigte Reintalangerhütte, eine alpine Schutzhütte.
Rettungskräfte aus Garmisch-Partenkirchen – darunter Bergretter, Polizei und ein Helikopterteam – wurden umgehend eingesetzt. Kurz vor Mitternacht entdeckte der Hubschrauber den Vermissten in der Nähe der Hütte. Der Mann war leicht unterkühlt, aber ansonsten in gutem Zustand.
Nach der Rettung per Helikopter wurde er in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Die Ärzte stellten keine schweren Verletzungen fest, sodass er noch in derselben Nacht entlassen werden konnte.
Die schnelle Reaktion des Snowboarders, der seinen Standort teilte, ermöglichte den Rettungskräften eine zielgerichtete Suche. Seine Auffindung in der Nähe der Reintalangerhütte beendete den Einsatz ohne weitere Zwischenfälle. Die Behörden erinnerten Winterurlauber daraufhin daran, stets aufgeladene Geräte mitzuführen und sich auf markierten Routen zu bewegen.
