Solingen kämpft gegen wachsendes Mobbingproblem an Schulen und Kitas
Wieslaw JähnSolingen kämpft gegen wachsendes Mobbingproblem an Schulen und Kitas
Mobbing unter Schulkindern entwickelt sich in Solingen zu einem drängenden Problem – nun fordern lokale Politikerinnen und Politiker konsequentere Präventionsmaßnahmen. Die CDU hat nachgefragt, wie groß das Ausmaß der Gewalt ist und wie wirksam die Stadt dagegen vorgeht. Anlass ist eine bundesweite Studie, die alarmierende Mobbingzahlen an deutschen Schulen aufzeigt.
Eine aktuelle Erhebung der Techniker Krankenkasse ergab, dass etwa jedes sechste Schulkind in Deutschland bereits Mobbing erlebt hat. Hochgerechnet auf Solingen wären das rund 2.800 betroffene Schülerinnen und Schüler. Die CDU verweist in ihrer Anfrage zudem auf die Zunahme digitaler Gewalt, insbesondere in Klassenchatgruppen, wo online ausgestragene Konflikte immer häufiger werden.
Die Partei verlangt in mehreren Punkten Aufklärung: Wie viele Kinder in Solinger Kitas und Schulen waren bereits von Mobbing betroffen? Wie ist die Personaldecke für Präventionsarbeit besetzt? Und nach welchen Kriterien wird bewertet, ob die bestehenden Programme wirken? Konkrete Daten dazu, wie viele Jugendliche in den vergangenen drei Jahren wegen Mobbing medizinische oder psychologische Hilfe benötigten, liegen für die Stadt jedoch nicht vor.
Das Thema wird nun in zwei zentralen Ausschüssen beraten und rückt damit in den Fokus der Solinger Kommunalpolitik. Ziel der CDU ist es, eine vertiefte Debatte anzustoßen, wie der Mobbingprävention in der Stadt mehr Gewicht verliehen werden kann.
Die Anfrage erfolgt vor dem Hintergrund der PISA-Studie 2022, laut der 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland angeben, mindestens mehrmals im Monat gemobbt zu werden. Solingens Umgang mit dem Problem steht nun auf dem Prüfstand – die CDU fordert transparente Daten und wirksamere Gegenmaßnahmen. Wie die Stadt weiter vorgeht, könnte maßgeblich beeinflussen, wie Mobbing in Schulen und Kitas künftig bekämpft wird.






