Solinger Bürgerbündnis fordert Aufklärung nach Suspendierung von Jan Welzel
Wieslaw JähnSolinger Bürgerbündnis fordert Aufklärung nach Suspendierung von Jan Welzel
Bürgerbündnis für Solingen (BfS) fordert Aufklärung nach Suspendierung von Bürgermeister-Stellvertreter Jan Welzel
Das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) verlangt Antworten, nachdem die Bezirksregierung Düsseldorf den stellvertretenden Bürgermeister Jan Welzel vorläufig vom Dienst suspendiert hat. Der Schritt folgt auf den Rücktritt des ehemaligen Oberbürgermeisters Tim Kurzbach und ist Teil der laufenden Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Menschenhandels-Skandal. Nun stellt sich die Frage, warum erst nach Kurzbachs Amtsverzicht gehandelt wurde.
Am 3. Dezember 2025 setzte die Bezirksregierung DüsseldorfJan Welzel im Zuge des Menschenhandels-Skandals aus. Die Aufsichtsbehörde, die für die Kontrolle kommunaler Amtsträger zuständig ist, griff ein, nachdem sich der Fokus der strafrechtlichen Ermittlungen nach Kurzbachs Rückzug auf die Führungsebene Solingens verlagert hatte. Aus Kreisen der Ermittler heißt es, die Suspendierung stehe im Zusammenhang mit den umfassenden Untersuchungen zur Affäre.
Das BfS fordert nun volle Transparenz. Die Initiative will wissen, wie lange den Behörden entscheidende Erkenntnisse vorlagen und warum nicht früher Maßnahmen ergriffen wurden. Die Gruppe argumentiert, die Bürger Solingens hätten ein Recht auf klare Antworten – unabhängig davon, wer zum jeweiligen Zeitpunkt im Amt war. Über die Justiz hinaus richtet sich die Kritik des BfS an die politische Führung und die interne Kultur der Bezirksregierung Düsseldorf. Die Organisation hat den Ausschuss für Transparenz und Bürgerbeteiligung aufgefordert, zu prüfen, warum notwendige Schritte verzögert wurden. Dass Welzels Suspendierung erst nach Kurzbachs Abgang erfolgte, hat die Zweifel an den Entscheidungsprozessen weiter verstärkt.
Die vorläufige Amtsenthebung Welzels offenbart Lücken in der Rechenschaftspflicht – das BfS drängt daher auf eine lückenlose Aufklärung. Die Behörden müssen nun erklären, warum Maßnahmen erst nach Kurzbachs Rücktritt in die Wege geleitet wurden. Der Fall wirft weiterhin grundsätzliche Fragen zur Transparenz und zum Umgang mit dem Menschenhandels-Skandal auf.
