SPD in Solingen vollzieht überraschenden Kurswechsel bei Gewerbeflächen
Ariane RosenowSPD in Solingen vollzieht überraschenden Kurswechsel bei Gewerbeflächen
In der Solinger Kommunalpolitik zeichnet sich ein Kurswechsel ab: Die SPD kehrt ihre bisherige Haltung zur gewerblichen Flächenentwicklung um und unterstützt nun die Pläne für wichtige Gewerbegebiete – ein Schritt, den die FDP-Fraktion begrüßt. Noch im vergangenen Jahr hatten SPD, Grüne und Linke gemeinsame Front gegen ähnliche Vorhaben gemacht.
Vor weniger als einem Jahr blockierten SPD, Grüne und Linke die Ausweisung mehrerer Gewerbegebiete. Damals stoppten sie damit Projekte, die die wirtschaftlichen Chancen der Stadt erweitern sollten.
Nun hat die SPD ihre Unterstützung für die Entwicklung der Gebiete Fürkeltrath II und Schrodtberg erklärt. Zudem befürwortet die Partei eine Prüfung von Piepersberg-West auf mögliche gewerbliche Nutzung. Die FDP wertet dies als positiven Schritt und bezeichnet die Sicherung von Gewerbeflächen als notwendige Weichenstellung für die Zukunft.
Die Freien Demokraten fordern eine konsequente Umsetzung dieser neuen Ausrichtung in der Flächenpolitik. Angesichts veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen brauche es verlässliche Reserven für künftiges Wachstum, argumentieren sie. Besonders das Gebiet Buschfeld hebt die FDP als entscheidende Fläche hervor, die für die gewerbliche Entwicklung erhalten bleiben müsse.
Die geänderte Position der SPD entspricht damit der langjährigen Forderung der FDP nach wirtschaftsfreundlicher Politik. Der Kurswechsel könnte Solingen neue Chancen für die Ansiedlung von Unternehmen eröffnen. Nun müssen Stadtplaner und Investoren klären, wie die Gebiete im Rahmen der neuen politischen Übereinkunft erschlossen werden können.
