Stichwahl in Solingen: Warum weniger Bürger per Briefwahl wählten
Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen: Rückgang bei Briefwahlstimmen im Vergleich zur Hauptwahl
Bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen ging die Rücklaufquote der Briefwahlstimmen im Vergleich zur Hauptwahl zurück. Wie die Stadt mitteilte, wurden diesmal 73,3 Prozent der Briefwahlunterlagen ausgezählt – ein Rückgang gegenüber 88,9 Prozent im ersten Wahlgang. Um sicherzustellen, dass alle Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben konnten, stellte die Stadt bis zum Stichtag Ersatzdokumente aus.
Für die Hauptwahl am 14. September hatte die Stadt 25.586 Briefwahlunterlagen verschickt. Davon wurden 22.745 zurückgesandt und gezählt, was einer Rücklaufquote von 88,9 Prozent entspricht. In der Stichwahl zeigte sich jedoch eine geringere Beteiligung.
Von den für die zweite Runde ausgegebenen Wahlunterlagen wurden 17.763 per Post abgegeben, während 6.466 wahlberechtigte Bürger ihr Briefwahlrecht nicht nutzten. Letztlich wurden 16.415 Briefwahlstimmen ausgezählt. Die engen Postfristen trugen zur verringerten Rücklaufquote bei – nur etwa jeder vierte Antragsteller sandte seine Unterlagen nicht zurück.
Neben den Briefwählern holten 1.348 Personen ihre Wahlunterlagen persönlich ab und gaben ihre Stimme im Wahllokal ab. Für diejenigen, die noch auf ihre Unterlagen warteten, stellte die Stadt bis Samstag, den 27. September, mittags um 12 Uhr Ersatzdokumente bereit. Historisch betrachtet bleiben bei Kommunalwahlen etwa elf Prozent der Briefwahlunterlagen ungenutzt.
Die Wahlbeteiligung in der Stichwahl lag unter der der ersten Runde – ein typisches Phänomen bei zweiten Wahlgängen. Trotz der geringeren Quote von 73,3 Prozent bei den Briefwahlstimmen konnte die Mehrheit der Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. Die Stadt hatte durch die Ausgabe von Ersatzdokumenten Unterstützung geleistet, um Wahlrechtsausschlüsse zu minimieren.






