06 February 2026, 12:42

Streit um neues Drogenhilfezentrum im Kölner Pantaleonsviertel

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit Schildern und Regenschirmen die Straße entlang und protestiert gegen eine Regierungentscheidung, Drogen zu verbieten, mit einer Statue und Gebäuden im Hintergrund.

Streit um neues Drogenhilfezentrum im Kölner Pantaleonsviertel

Der Kölner Stadtrat hat Pläne für ein neues Drogenhilfezentrum im Stadtteil Pantaleonsviertel genehmigt. Die Einrichtung, die am Perlengraben entstehen soll, bietet kontrollierte Konsumräume, Hygienedienste und eine Notunterkunft an. Die Entscheidung stößt jedoch auf starken Widerstand bei Anwohnern, die sich Sorgen um Sicherheit und Sauberkeit machen.

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Das Zentrum wird rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres, unter strengen kommunalen Richtlinien betrieben. Sein Hauptziel ist es, Drogenkonsumenten von der Straße zu holen, indem es eine kontrollierte Umgebung mit medizinischer Aufsicht, Ruhezonen und sanitären Einrichtungen bietet. Fachleute befürworten den Standort Perlengraben, da solche Zentren am effektivsten in der Nähe bestehender Drogenbrennpunkte wirken.

Anwohner protestieren gegen die Pläne und hinterfragen, wie Suchtkranke unterstützt werden sollen und welche Auswirkungen die Einrichtung auf ihr Viertel haben wird. Auch nahegelegene Schulen äußern Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und möglicher Störungen. Als Reaktion darauf wollen die Behörden die Strafen für öffentlichen Drogenkonsum verschärfen und gleichzeitig die Hilfsangebote ausbauen.

Langfristig plant die Stadt, ab 2027 zusätzliche Mittel für Suchtpräventionsprogramme bereitzustellen. Diese Maßnahmen sollen helfen, Abhängigkeiten bereits im Vorfeld zu verhindern. Zudem sind mindestens zwei weitere Hilfszentren in Köln vorgesehen, deren Standorte jedoch noch nicht feststehen.

Das neue Drogenhilfezentrum am Perlengraben wird durchgehend geöffnet sein und suchtkranken Menschen betreute Hilfe anbieten. Trotz der Bedenken von Anwohnern und Schulen betont der Rat, dass er strengere Sanktionen mit einem Ausbau der Unterstützung in Einklang bringen will. Zusätzliche Präventionsgelder und weitere Zentren sind Teil der langfristigen Strategie der Stadt.