Tarifeinigung im öffentlichen Dienst: Solingen setzt auf 5,8 Prozent mehr Lohn
Ariane RosenowTarifeinigung im öffentlichen Dienst: Solingen setzt auf 5,8 Prozent mehr Lohn
Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Solingen und dem Bergischen Städtedreieck erzielen neue Tarifeinigung nach monatelangen Verhandlungen
Nach monatelangen Verhandlungen haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Solingen und der Region Bergisches Städtedreieck eine neue Tarifvereinbarung durchgesetzt. Die am 14. Februar 2026 erzielte Einigung beendet eine längere Phase der Unsicherheit und verhindert mögliche Streiks, die den Dienstbetrieb hätten gefährden können.
Die Gespräche hatten im Dezember begonnen, wobei die Gewerkschaften vor allem höhere Lohnerhöhungen für Schichtarbeiter:innen und Nachwuchskräfte gefordert hatten. Nach wochenlangen intensiven Verhandlungen einigte man sich schließlich auf eine schrittweise Anhebung über einen Zeitraum von 27 Monaten. Die Beschäftigten erhalten insgesamt 5,8 Prozent mehr Lohn – mindestens jedoch 100 Euro monatlich –, während Auszubildende zusätzlich 150 Euro erhalten.
Die Vereinbarung gilt für ein breites Spektrum staatlicher Angestellter, darunter Mitarbeiter:innen in Schulen, Gerichten, bei Straßen.NRW sowie in IT-Abteilungen. Sie erstreckt sich zudem auf das Personal der Universitäten in Wuppertal und anderen Teilen des Bergischen Städtedreiecks. Durch die Anlehnung an den Tarifabschluss des kommunalen Sektors im vergangenen Jahr trägt die Einigung dazu bei, die Arbeitsbedingungen zwischen Ost- und Westdeutschland weiter anzugleichen.
Mit dem nun erreichten Abschluss gewinnen öffentliche Einrichtungen und Beschäftigte in Solingen zwei Jahre Planungssicherheit. Die Gefahr von Warnstreiks und Dienstausfällen, die während der Verhandlungen im Raum stand, ist damit abgewendet.
Die Vereinbarung schafft Klarheit für tausende Beschäftigte in verschiedenen Bereichen. Die Löhne steigen schrittweise und garantieren eine Mindesterhöhung von 100 Euro monatlich für die meisten Mitarbeiter:innen sowie 150 Euro für Auszubildende. Zudem unterstützt der Tarifabschluss die bundesweiten Bestrebungen, die Entgeltstrukturen weiter zu harmonisieren.
