Thomas Gottschalk kämpft mit Krebs – sein emotionaler Abschied vom Fernsehen
Ariane RosenowHerbst über Gottschalk: "Er ist doch nur ein alter Zirkuspferd" - Thomas Gottschalk kämpft mit Krebs – sein emotionaler Abschied vom Fernsehen
Thomas Gottschalk, die 75-jährige Fernsehlegende, hat nur wenige Tage vor seinem Rückzug aus der Öffentlichkeit eine schwere Krebserkrankung bekannt gegeben. Seine letzte Ausgabe von „Denn sie wissen nicht, was passiert“ wurde am Samstag, dem 6. Dezember 2025, ausgestrahlt und markierte damit das Ende einer Ära, während er sich nun auf seine Behandlung konzentriert.
Gottschalk hatte seine Krankheit monatelang geheim gehalten, während er weiterhin arbeitete. Seine Frau Karina enthüllte später, dass er bereits zwei Operationen hinter sich habe und starke Medikamente mit spürbaren Nebenwirkungen einnehme. Trotz seiner gesundheitlichen Kämpfe bestand er darauf, seine letzte Sendung am 6. Dezember 2023 – an der Seite von Günther Jauch und Barbara Schöneberger – zu moderieren.
Kollegen äußerten sich seitdem solidarisierend. Christoph Maria Herbst lobte Gottschalks Engagement und nannte ihn scherzhaft ein „altes Zirkuspferd“, das trotz seiner Erkrankung weiter auf der Bühne stand. Herbst verteidigte auch die Entscheidung des Stars, über seine Diagnose zu schweigen – dies sei eine persönliche Entscheidung gewesen, kein Ergebnis äußeren Drucks. Bjarne Mädel kritisierte die öffentliche Reaktion auf Gottschalks gelegentliche unsichere oder verwirrte Auftritte und betonte, dass Spott inakzeptabel sei – unabhängig von seinem Gesundheitszustand. Julian F. M. Stöckel fügte hinzu, dass die harte Haltung der Unterhaltungsbranche gegenüber Krankheit wahrscheinlich eine Rolle bei Gottschalks anfänglichem Stillschweigen spielte.
Mit seinem Rückzug endet eine jahrzehntelange Fernsehkarriere, deren letzter Höhepunkt seine finale RTL-Sendung war. Nun stehen Diagnose und Therapie im Mittelpunkt, während sein letzter öffentlicher Auftritt sein Vermächtnis festigt. Die Reaktionen der Branche zeigen dabei sowohl Bewunderung für seine Widerstandskraft als auch eine Auseinandersetzung mit dem Umgang von Showbusiness und Öffentlichkeit mit Krankheit.
