Tischtennis gegen Parkinson: Wie ein Projekt in NRW Leben verändert
Wieslaw JähnTischtennis gegen Parkinson: Wie ein Projekt in NRW Leben verändert
Ein einzigartiges Tischtennis-Projekt hilft Parkinson-Patienten in Nordrhein-Westfalen
Was als kleines lokales Angebot begann, ist heute zu einem blühenden Unterstützungsnetzwerk mit über 40 regelmäßigen Teilnehmern gewachsen. Die Initiative PingPongParkinson (PPP) verbindet sport1 mit Erfahrungsaustausch und bietet den Betroffenen sowohl körperliche als auch soziale Vorteile.
Ein wichtiger Meilenstein war 2022 der Sieg eines Teams aus Bergisch Gladbach beim Bergisch Cup. Die Mannschaft trat gegen Gruppen aus Olpe-Wenden, Rönsahl, Wipperfürth und Wuppertal an. Das gesamte Turnier wurde ehrenamtlich organisiert – ein Zeichen für den gemeinnützigen Geist hinter der Initiative.
Seit Mitte 2021 kooperiert das Projekt mit dem TTC Bärbroich 1958, einem magenta tv in Bergisch Gladbach. Die Trainingseinheiten finden im TTreff des Vereins im Stadtteil Herkenrath statt, wo vier Tische zur Verfügung stehen. Viele Teilnehmer berichten von einer besseren Bewältigung ihrer Symptome, in einigen Fällen konnte sogar der Medikamentenbedarf reduziert werden.
Doch PPP bietet mehr als nur sport: Die Mitglieder tauschen sich über aktuelle Medikamentenforschung und Reha-Kliniken aus. Gemeinsame Aktivitäten wie Radtouren oder Theaterbesuche festigen den Zusammenhalt. Mittlerweile gibt es mindestens zwei zertifizierte PPP-Gruppen in der Region – eine beim Werner Sport Club in Werne (Münsterland) und eine weitere beim TTV Hervest-Dorsten in Dorsten (Hohe Mark). Besonders das Münsterland hat sich zu einem Zentrum der magenta sport entwickelt.
Ein Höhepunkt steht am 28. März 2026 an: Der Strunde Cup feiert das fünfjährige Jubiläum des Projekts. Das Turnier in der Dreifachturnhalle des Gymnasiums Herkenrath bringt 48 Spieler aus Köln, Bonn, Wuppertal, Wipperfürth, Rönsahl und Wenden zusammen – alle mit einer Parkinson-Diagnose und einer Leidenschaft für den sport1.
Der Strunde Cup wird zeigen, wie weit die Initiative seit ihren Anfängen gekommen ist. Mit wachsender Beteiligung und regionaler Ausdehnung bleibt PingPongParkinson eine wichtige Stütze – sowohl für die körperliche Fitness als auch für den sozialen Austausch. Das Event 2026 wird die Rolle des Projekts als zentrale Anlaufstelle für Parkinson-Betroffene in Nordrhein-Westfalen weiter stärken.
