Unternehmer.NRW schließt AfD von Veranstaltungen aus – wegen demokratischer Bedenken
Wieslaw JähnUnternehmer.NRW schließt AfD von Veranstaltungen aus – wegen demokratischer Bedenken
Der Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (Unternehmer.NRW) hat ausgeschlossen, die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu seinen Veranstaltungen einzuladen. Die Entscheidung fällt nach scharfer Kritik des Verbandschefs an der Haltung der Partei zu Demokratie und Wirtschaftspolitik. Wie Johannes Pöttering betonte, sei eine Zusammenarbeit mit der AfD in Sachfragen aufgrund grundlegender Differenzen unmöglich.
Pöttering begründete dies damit, dass weite Teile der AfD Positionen vertreten würden, die mit zentralen demokratischen Werten unvereinbar seien. Dazu zählten Freiheit, Vielfalt, Rechtsstaatlichkeit und die soziale Marktwirtschaft. Die Positionen der Partei stellten eine direkte Gefahr für die demokratischen Grundlagen Deutschlands dar, so der Verbandschef.
Der Verband hatte in der Vergangenheit bereits mit anderen politischen Gruppen, etwa den Grünen, über wirtschaftliche und soziale Themen diskutiert. So waren die Grünen etwa zur Veranstaltung "Sozialwirtschaft: Alarmstufe Rot" im Landtagsausschuss eingeladen worden. Eine solche Einladung wird es für die AfD jedoch nicht geben. Pöttering warnte zudem, dass die wiederholten Forderungen der AfD nach einem Austritt Deutschlands aus der EU die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Landes schwächen würden. Ein solcher Schritt gefährde Wohlstand und Arbeitsplätze in Schlüsselbranchen.
Die Entscheidung von Unternehmer.NRW spiegelt die Sorgen über die Politik der AfD und deren mögliche Folgen für Demokratie und Wirtschaft wider. Der Verband wird zwar weiterhin mit anderen Parteien über wirtschaftliche Themen im Dialog bleiben, die AfD aber konsequent von künftigen Gesprächen ausschließen. Der Schritt unterstreicht die tiefen Gräben zwischen der Wirtschaft und der rechtspopulistischen Partei.
