Viersen gedenkt 2027 mit neuen Stolpersteinen der NS-Opfer
Viersen bereitet sich auf die nächste Verlegung von Stolpersteinen im frühen Jahr 2027 vor. Die kleinen Messingtafeln, die in Gehwege eingelassen werden, erinnern an die Opfer der NS-Zeit. Schulen und lokale Initiativen intensivieren im Vorfeld dieses bedeutenden Termins ihr Engagement in Gedenkprojekten.
Die Anne-Frank-Gesamtschule in Dülken hat ihre Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der Erinnerungskultur (1933–1945) verlängert. Gemeinsam werden sie die Bildungsarbeit zur regionalen Geschichte für weitere drei Jahre fortsetzen.
Die Kooperation zwischen dem Verein und der Schule hat bereits mehrere Projekte hervorgebracht. Schulleiterin Ilka Werner hat das Kollegium dazu aufgerufen, sich an der Aktion "Reinigung der Stolpersteine" zu beteiligen – eine Initiative, die vor dem 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome 1938, besondere Bedeutung gewinnt.
Lehrerin Corinne Flasshoff leitet mit ihren Schülerinnen und Schülern zwei zentrale Vorhaben: Eine Gruppe wird das Holocaust-Mahnmal an der Städtischen Realschule in der Nähe der St.-Joseph-Kirche besuchen. Eine andere forscht im Kreisarchiv und sichtet dort lokale Akten aus der NS-Zeit.
Die genaue Anzahl der Stolpersteine, die 2027 verlegt werden sollen, steht noch nicht fest. Doch die laufenden Aktivitäten stellen sicher, dass die jüngeren Generationen in Viersen mit dieser Form des Gedenkens verbunden bleiben.
Der erneuerte Dreijahresvertrag sichert weitere Recherchen und die öffentliche Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit Viersens. Die Schülerinnen und Schüler werden weiterhin Archive erkunden, Gedenkstätten pflegen und die Vorbereitungen für die neuen Tafeln begleiten. So bleiben die Schicksale der Verfolgten im städtischen Alltag präsent.






