Vlotho bekommt mehr Ärzte – wie der Kreis Herford die Versorgung revolutioniert
Edeltrud WagnerVlotho bekommt mehr Ärzte – wie der Kreis Herford die Versorgung revolutioniert
Ärztliche Praxis in Vlotho wächst deutlich – bessere Versorgung für den Kreis Herford
In den vergangenen zwei Jahren hat sich eine medizinische Praxis in Vlotho beträchtlich erweitert. Zwei neue Ärztinnen und Ärzte sind dem Team beigetreten und bringen moderne Geräte sowie ein erweitertes Leistungsangebot in die Region. Die Expansion ist Teil lokaler Bemühungen, die gesundheitliche Versorgung im gesamten Kreis Herford zu verbessern.
Anfang 2025 eröffneten zwei Ärztepaare – Dr. Müller und Dr. Schmidt sowie Dr. Weber und Dr. Fischer – eine Gemeinschaftspraxis in der Unteren Langen Straße. Bereits 2026 wurde die Einrichtung weiter ausgebaut, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden: Zwei zusätzliche Mediziner kamen hinzu.
An anderer Stelle in Vlotho übernahmen Ravil Rubashkin und seine Frau Katharina Kitayeva die Praxis in der Oberen Langen Straße. Beide erhielten vom Kreis Herford jeweils einen Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro zur Unterstützung ihrer Arbeit. Mit den Mitteln konnten sie wichtige Ausrüstungen anschaffen, darunter ein Ultraschallgerät und ein Polygraphie-Gerät. Kitayeva, die ursprünglich aus Belarus stammt, absolvierte ihre Facharztausbildung in Lübeck, bevor sie nach Vlotho zog. Die Praxis nimmt nun aktiv neue Patientinnen und Patienten aus der Umgebung auf.
Diese Entwicklungen gehen auf die 2019 gestartete Initiative des Kreises Herford zurück: „Umfassende Maßnahmen zur Stärkung der medizinischen Versorgung“. Das Programm sah Anreize für Niederlassungen neuer Ärztinnen und Ärzte sowie finanzielle Unterstützung für Medizinstudierende vor. Bisher wurden über 35 Existenzgründungszuschüsse vergeben – allein acht davon in Vlotho. Laut Angaben der Behörden gibt es nun keine Kommune mehr in der Region, die nicht ausreichend mit hausärztlicher Versorgung ausgestattet ist.
Die erweiterte Praxis in der Oberen Langen Straße ist mittlerweile mit zwei Ärztinnen und Ärzten voll einsatzfähig. Neue Geräte und zusätzliches Personal sollen die medizinische Versorgung für die lokale Bevölkerung weiter verbessern. Das Förderprogramm des Kreises zieht weiterhin medizinisches Fachpersonal in unterversorgte Gebiete.
