Vom Abstieg in die 3. Liga zum Aufstieg in den Profifußball: Diese Talente schafften den Durchbruch
Wieslaw JähnVom Abstieg in die 3. Liga zum Aufstieg in den Profifußball: Diese Talente schafften den Durchbruch
Eine Gruppe junger Fußballspieler, die einst mit Preußen Münster in die 3. Liga abstieg, hat es inzwischen bis in die höchsten Spielklassen Deutschlands geschafft. Spieler wie Nicolai Remberg, Joel Grodowski, Marcel Hoffmeier und Lukas Frenkert halfen dem Verein zunächst zurück in die 3. Liga und stiegen danach weiter auf. Ihr Erfolg zeigt, wie Erfahrungen in unteren Ligen den Weg in höhere Spielklassen ebnen können.
Gleichzeitig haben auch andere aufstrebende Talente wie Mika Baur, Laurin Curda und Younes Ebnoutalib einen rasanten Aufstieg von regionalen Ligen in den Spitzenfußball geschafft.
In der Saison 2019/20 musste Preußen Münster mit dem Abstieg in die Regionalliga leben – im Kader standen damals vier junge Spieler: Nicolai Remberg, Joel Grodowski, Marcel Hoffmeier und Lukas Frenkert. Statt unterzugehen, wurden sie zu Schlüsselfiguren beim Wiederaufstieg des Vereins in die 3. Liga. Seitdem haben ihre Karrieren Fahrt aufgenommen.
Remberg spielt mittlerweile für den Hamburger SV in der 2. Bundesliga, während Grodowski, Hoffmeier und Frenkert ebenfalls in höhere Ligen gewechselt sind. Ihr Werdegang ähnelt dem anderer Talente, die in unteren Spielklassen begannen. Mika Baur und Denis Seimen etwa kamen von regionalen Vereinen zum SC Paderborn und sind dort heute unverzichtbar. Baur wurde in der Halbzeitwertung der 2. Bundesliga sogar als "herausragend" eingestuft.
Bei Paderborn verfügte mehr als die Hälfte des Kaders bei ihrer Ankunft über keine Zweitliga-Erfahrung. Dennoch haben sich Spieler wie Laurin Curda, der im offensiven Mittelfeld ebenfalls als "herausragend" bewertet wurde, bestens entwickelt. Andere Beispiele sind Nick Woltemade, der sich bei Werder Bremen zunächst schwer tat, bevor er unter Sebastian Hoeneß beim VfB Stuttgart durchbrach.
Noch beeindruckender ist der Aufstieg von Younes Ebnoutalib. Aus der Regionalliga kommend, stieg sein Marktwert nach einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt von 50.000 Euro auf acht Millionen Euro. Trotz solcher Erfolgsgeschichten setzen viele Trainer weiterhin auf erfahrene Spieler – oft aus Angst vor kurzfristigem Druck.
Eine Ausnahme bleibt der SC Freiburg, der auf langfristige Entwicklung statt auf schnelle Erfolge setzt.
Die Wege dieser Spieler zeigen: Ein Abstieg oder ein Start in unteren Ligen müssen keine Karriere bestimmen. Von Preußen Münsters Rückkehr in die 3. Liga bis hin zu rasanten Transfers wie dem von Ebnoutalib gibt es Chancen für diejenigen, die sich weiterentwickeln. Vereine wie Paderborn und Freiburg beweisen immer wieder, dass Nachwuchsförderung sich auszahlt – selbst wenn andere zögern.
