Vom Kohlekraftwerk zum Digital-Hub: Frimmersdorfs radikale Verwandlung
Edeltrud WagnerPlatz für das Neue: Kühlturm des Braunkohlekraftwerks explodiert - Vom Kohlekraftwerk zum Digital-Hub: Frimmersdorfs radikale Verwandlung
Das ehemalige Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf in Grevenbroich durchläuft einen tiefgreifenden Wandel. Erst kürzlich wurde der Kühlturm von Block Q – einst unter dem Spitznamen "Die Quelle" bekannt – durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Auf dem 70 Hektar großen Gelände entsteht nun ein digitaler Innovationsstandort für das Rheinland, der Industrie, Handel und Bildung vereint.
Der Kühlturm gehörte zu Block Q, der 2021 endgültig stillgelegt wurde. Sein Abriss markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Neugestaltung des Areals. Bis Mitte 2028 soll der gesamte nördliche Bereich – einschließlich der Blöcke P und Q – vollständig geräumt werden.
Das zentrale Kraftwerksgebäude erhält eine neue Bestimmung: Es wird zum Rechenzentrum für IT.NRW, die IT-Behörde des Landes. Daneben ist ein Innovations- und Bildungscampus mit Fokus auf IT-Sicherheit für die öffentliche Verwaltung geplant. Zwei weitere industrielle oder gewerbliche Projekte befinden sich zudem in konkreter Planung.
Um die Geschichte des Standorts zu bewahren, wird ein Geschichtspfad den Weg der Braunkohle von der Anlieferung bis zur Stromerzeugung nachzeichnen. Die übergeordnete Vision umfasst ein "Digital- und Innovationszentrum", das Unternehmen und Dienstleistungen in der gesamten Region vernetzt.
Die Umgestaltung verwandelt das ehemalige Kraftwerk in ein modernes digitales und industrielles Zentrum. Die Abrissarbeiten laufen weiter, die vollständige Räumung des nördlichen Bereichs ist bis 2028 vorgesehen. Mit der Kombination aus Dateninfrastruktur, Bildung und historischen Elementen soll der Standort die wirtschaftliche Zukunft des Rheinlands stärken.
