09 January 2026, 10:31

Warum scheitern so viele junge Menschen an ihrer Ausbildung 2024 und 2025?

Eine Gruppe strahlender Kinder in einem Auto sitzend.

Warum scheitern so viele junge Menschen an ihrer Ausbildung 2024 und 2025?

Junge Menschen in Deutschland kämpfen zunehmend darum, eine Berufsausbildung 2024 oder 2025 zu beginnen und diese auch abzuschließen. Stand 30. September 2025 hatten fast 85.000 Bewerberinnen und Bewerber noch immer keinen Ausbildungsplatz 2024 oder 2025 gefunden. Gleichzeitig ist die Abbrecherquote unter Auszubildenden auf nahezu 30 Prozent gestiegen – ein alarmierendes Zeichen für mangelnde Motivation und unzureichende Unterstützung bei der Ausbildung.

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Fachleute und Arbeitgeber diskutieren nun über die Ursachen, die von finanziellen Belastungen bis hin zu einem Wandel der Arbeitsmentalität reichen. Während einige junge Arbeitnehmer für mangelnden Einsatz kritisieren, sehen andere die Probleme in tieferliegenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen.

Bei einer kürzlichen Diskussion in Remscheid warf Henner Pasch, Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK), jüngeren Beschäftigten eine schwache Arbeitsmoral vor. Er verwies auf häufige Krankschreibungen und eine stärkere Priorisierung von Work-Life-Balance gegenüber beruflicher Entwicklung. Pasch betonte zudem, dass ältere Generationen dazu beitragen müssten, die Erwartungen junger Menschen an die Arbeitswelt realistischer zu gestalten.

Seine Äußerungen fielen zusammen mit aktuellen Zahlen, wonach fast jeder dritte Auszubildende seine Lehre vorzeitig abbricht. Daniel Bielecki, Vorsitzender des Remscheider Jugendrats, führte aus, dass viele junge Menschen eine Ausbildung ohne echtes Interesse beginnen und daher kaum Engagement zeigen. Als zentrale Gründe für die hohen Fehlzeiten nannte er instabile familiäre Verhältnisse, finanzielle Sorgen und psychische Belastungen. Alexander Lampe vom Remscheider Industrieausbildungszentrum unterstrich die Notwendigkeit einer besseren Kommunikation zwischen Arbeitgebern und Auszubildenden. Viele junge Menschen, so Lampe, erkennen schlicht nicht den langfristigen Nutzen einer beruflichen Ausbildung. Hubert Ertl vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ergänzte, dass die Gesellschaft die Ängste junger Menschen ernst nehmen müsse – insbesondere vor Inflation und explodierenden Wohnkosten.

Die Studentin Anna und Johanna, die regelmäßig ein Jugendzentrum besuchen, berichteten während der Diskussion von ihren Erfahrungen. Beide schilderten den wachsenden Druck durch steigende Lebenshaltungskosten und die Unsicherheit über die Zukunft als zentrale Belastungen. Diese Herausforderungen, so ihre Aussage, erschweren es, sich mit Zuversicht auf Arbeit oder Ausbildung 2024 oder 2025 zu konzentrieren.

Die Debatte spiegelt eine wachsende Kluft zwischen den Erwartungen der Arbeitgeber und der Lebensrealität junger Menschen wider. Angesichts Tausender unversorgter Ausbildungsplatzsuchender und hoher Abbrecherquoten sind sich Expertinnen und Experten einig: Es braucht sowohl bessere Unterstützungssysteme als auch eine klarere Kommunikation. Die Diskussion in Remscheid steht damit exemplarisch für einen dringenden Appell – an Arbeitgeber, Bildungsinstitutionen und Politiker, gemeinsam Lösungen für die Ausbildungsplätze 2024 und 2025 zu erarbeiten.