Wesel tanzt gegen Gewalt: One Billion Rising setzt 2026 ein starkes Zeichen für Frauen
Edeltrud WagnerWesel tanzt gegen Gewalt: One Billion Rising setzt 2026 ein starkes Zeichen für Frauen
Wesel schließt sich der globalen Kampagne One Billion Rising an – ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Die Stadt Wesel beteiligt sich an der weltweiten One Billion Rising-Bewegung, die sich gegen Gewalt an Frauen und Mädchen stellt. Die Initiative für 2026 steht unter dem Motto "#WomenOnFire – Ni Una Menos" und ruft zu Leidenschaft und Entschlossenheit im Kampf gegen patriarchale Unterdrückung auf. Bürgermeister Rainer Benien und die Gleichstellungsbeauftragte Regina Schmitz-Lenneps führen die lokalen Aktivitäten an – basierend auf jahrelanger Teilnahme am jährlichen Tanzprotest.
Die One Billion Rising-Bewegung wurde von der Aktivistin Eve Ensler ins Leben gerufen, um Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und die Stärkung von Frauen zu fordern. Mittlerweile hat sie sich zu einem globalen Aufruf entwickelt, an dem sich Städte wie Berlin, Köln und Hamburg mit großen Demonstrationen beteiligen. Allein in Berlin ziehen die Veranstaltungen jährlich Tausende an, auch wenn es keine offizielle Zählung aller deutschen Teilnehmenden gibt.
Gewalt gegen Frauen bleibt in Deutschland ein anhaltendes Problem. 2024 registrierte die Polizei 265.942 Opfer von Gewaltdelikten – ein Anstieg von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 73 Prozent der Betroffenen waren Frauen. Der Slogan "Ni Una Menos", der Teil der diesjährigen Kampagne ist, unterstreicht den Kampf gegen Femizide und strukturelle, geschlechtsspezifische Gewalt.
Wesels Engagement umfasst Aufklärungskampagnen und Unterstützung für Betroffene. Die Initiative verweist Frauen und Mädchen, die von Gewalt bedroht sind, an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (116 016 oder www.hilfetelefon.de). Lokale Organisator:innen betonen die Bedeutung von Solidarität und rufen die Gemeinschaft auf, schädliche Normen zu hinterfragen und schutzbedürftige Personen zu stärken.
Die Kampagne 2026 in Wesel festigt das langjährige Engagement für Aktivismus. Durch Tanz, politische Arbeit und Bildungsinitiativen will die Stadt Gewalt reduzieren und Frauen empowern. Während das Hilfetelefon und lokale Projekte akute Unterstützung bieten, zielen übergeordnete Maßnahmen auf nachhaltigen strukturellen Wandel ab.
