21 December 2025, 18:00

Wie läuft der Haushalt, was muss verbessert werden? Die Stadt Mönchengladbach im Fokus von gpaNRW

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Brücken, Wasser, Architektur, einem bewölkten Himmel, Bäumen, Gras, Straßen, Fahrzeugen, Menschen, Booten und verschiedenen Gegenständen.

Wie läuft der Haushalt, was muss verbessert werden? Die Stadt Mönchengladbach im Fokus von gpaNRW

Wie steht es um den Haushalt, was muss besser werden?Mönchengladbach im Fokus der gpaNRW

Im Rahmen der regelmäßigen Kommunalprüfungen in Nordrhein-Westfalen durch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (gpaNRW) wurden die Prüfergebnisse und die analysierte Haushaltslage dem Stadtrat von Mönchengladbach vorgestellt.

Veröffentlichungsdatum: 20. Dezember 2025, 11:23 Uhr

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Mönchengladbach steht in den kommenden Jahren vor wachsendem finanziellen Druck. Trotz solider Haushaltsergebnisse zwischen 2019 und 2023 bedrohen steigende Kosten und wirtschaftliche Stagnation die Stabilität der Stadt. Eine aktuelle Untersuchung der Gemeindeprüfungsanstalt NRW (gpaNRW) zeigt sowohl Erfolge als auch kritische Planungslücken auf.

In den Jahren 2019 bis 2023 wies Mönchengladbach jährlich positive Haushaltsabschlüsse auf – ein Zeichen für eine grundsolide Finanzführung. Dennoch blieben rund 30 Prozent der veranschlagten Investitionsmittel in diesem Zeitraum ungenutzt. Zwar hat die Stadt die Grundlagen für eine IT-Governance geschaffen, doch müssen nun die IT-Steuerung gestärkt und das Lizenzmanagement verbessert werden.

Die gpaNRW warnt jedoch vor tiefergreifenden Herausforderungen: Bei anhaltender Entwicklung könnten die Gesamtverbindlichkeiten und Ausgleichsrücklagen bis 2028 aufgebraucht sein. Kämmerer Klaus Müller prüft derzeit die Ergebnisse und die finanzielle Zukunft der Stadt. Sein Bericht wird sich mit den wachsenden Haushaltsdefiziten befassen, die durch steigende Personalkosten und schwaches Wirtschaftswachstum getrieben werden.

Doch die Mängel beschränken sich nicht auf die Finanzen: Die Prüfung offenbart fehlende strategische Rahmenwerke. So verfügt Mönchengladbach zwar über allgemeine Nachhaltigkeitsziele im Haushalt, doch eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie fehlt. Ebenso gibt es keine ganzheitliche Risikoanalyse für das Krisenmanagement, und der Öffentliche Gesundheitsdienst arbeitet ohne klare Zielvorgaben oder Leistungskennzahlen. Zudem erfordert die angestrebte Klimaneutralität bis 2045 mehr als die Verdopplung der aktuellen langfristigen Finanzmittel.

Die gpaNRW fordert Mönchengladbach auf, die Organisationsstrukturen zu straffen und die Haushaltskontrolle zu verschärfen. Ohne strengere Steuerung und klarere Strategien droht der Stadt bis Ende des Jahrzehnts eine weitere finanzielle Verschärfung. Müllers Analyse wird die Weichen für die nächsten Schritte stellen.