Wiesbadens Karnevalsumzug verliert die "Zugen(d)te" – jetzt heißt sie "Gans am End"
Edeltrud WagnerWiesbadens Karnevalsumzug verliert die "Zugen(d)te" – jetzt heißt sie "Gans am End"
Wiesbadens berühmter Karnevalsumzug erlebt in diesem Jahr nach fast zwei Jahrzehnten Tradition eine Veränderung. Der Schlusswagen, lange bekannt als die "Zugen(d)te", wurde nach einer rechtlichen Beschwerde umbenannt. Die Anpassung erfolgt, da die Veranstalter Markenrecht-Regeln Rechnung tragen und gleichzeitig eine spielerische Neuinterpretation der Figur vornehmen.
Fast 20 Jahre lang bildete die "Zugen(d)te"-Figur ohne Probleme den Abschluss des Wiesbadener Fastnachtsumzugs. Der Name spielte mit den deutschen Begriffen Zugende (Ende des Umzugs) und Zugente (Umzugsente). Doch der Mainzer Karnevalsverein meldete Bedenken an, da "Zugente" eine geschützte Marke ist, die ausschließlich für deren Veranstaltung gilt.
Guntram Eisenmann, künstlerischer Leiter der Wagenbau-Gruppe Dacho, bestätigte die Änderung. Die Beschriftung der Figur werde entfernt, doch die tierische Gestalt – eine gänseähnliche Form – bleibe erhalten. Der neue Name "Gans am End" (Gans am Ende) spiegle eher die Ähnlichkeit mit einer Gans als mit einer Ente wider.
Die Anpassung stellt sicher, dass Wiesbadens Umzug juristische Auseinandersetzungen vermeidet, während der Geist der Tradition bewahrt bleibt. Details dazu, wie sich die Mainzer Karnevalstraditionen im Vergleich zu denen Wiesbadens über die Jahre entwickelt haben, wurden nicht genannt.
Der umbenannte Wagen wird nun als "Gans am End" den Umzug am Schmotzigen Sonntag beschließen. Die Änderung folgt markenrechtlichen Vorgaben und einer frischen Interpretation des Designs. Die Veranstalter haben den Kern der Tradition bewahrt und gleichzeitig notwendige Aktualisierungen vorgenommen.
