Witten stoppt umstrittenes Taubenabwehrsystem nach Tierschützer-Protesten
Ariane RosenowWitten stoppt umstrittenes Taubenabwehrsystem nach Tierschützer-Protesten
Wittener Rathaus installierte am 17. September das Taubenabwehrsystem „BirdFree“
Die Maßnahme löste Besorgnis bei Tierschützern aus, die alternative Lösungen bevorzugen. Lokale Taubenfreunde streben einen Ausgleich zwischen städtischer Sauberkeit und Tierschutz an.
Bürgermeister Lars König führte Gespräche mit einer Tierschützerin und zeigte Verständnis für deren Bedenken. Nur wenige Tage später, am 22. September, kündigte er die Abschaffung des „BirdFree“-Systems an. Das Veterinäramt revidierte daraufhin seine Position und erklärte, das Produkt dürfe im Kreis Ennepe-Ruhr nicht mehr eingesetzt werden.
Die „BirdFree“-Behälter werden ab dem 24. September mit Deckeln verschlossen. Ein Termin für ihre vollständige Entfernung steht noch aus. Die Kosten für Installation und Abbau des Systems sind ebenfalls noch nicht geklärt.
Tierschützer schlagen schräge Bretter als Ersatzlösung vor. Allerdings müssen die Denkmalschutzbehörden in Witten und Münster zunächst jede neue Installation genehmigen.
Das „BirdFree“-System wird schrittweise abgeschafft, wobei die Behälter bis zum 24. September abgedeckt werden. Nun muss die Stadt die Kosten prüfen und die Zulassung für alternative Abwehrmaßnahmen einholen. Tierschutzverbände setzen sich weiterhin für Lösungen ein, die sowohl Tauben als auch öffentliche Räume schützen.






