21 January 2026, 17:07

Wuppertaler Mieter frieren wegen Fernwärme-Streit um ELBA Zukunftswerk

Ein Raum mit einer Fußbodenheizung in der Mitte, umgeben von Wänden und einem Fenster im Hintergrund, mit verschiedenen Gegenständen auf dem Boden, die wahrscheinlich mit dem Heizungssystem zusammenhängen.

Wuppertaler Mieter frieren wegen Fernwärme-Streit um ELBA Zukunftswerk

Ein langwieriger Streit um die Fernwärmeversorgung in Wuppertal hat die Mieter des ELBA Zukunftswerks seit fast einer Woche ohne Heizung zurückgelassen. Zwischen dem Betreiber des Gebäudes und dem städtischen Versorger WSW schwelt weiterhin ein Konflikt über Preise und unbezahlte Rechnungen. Nun hat ein Gerichtsurteil zusätzlichen Druck ausgeübt, die Pattsituation zu lösen.

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Das Landgericht Wuppertal erklärte kürzlich die Praxis der WSW, die Fernwärmepreise an die Gaspreise zu koppeln, für rechtswidrig. Dennoch besteht der Versorger darauf, dass dieses Urteil keinen Einfluss auf den separaten Streit mit dem ELBA Zukunftswerk habe. Die Anwälte der Mieter argumentieren, dass die Abschaltung der Heizung ein unverhältnismäßiges Vorgehen sei, das die Bewohner direkt schädige.

Ein neuer Vertragsentwurf für die Wärmeversorgung liegt vor, wurde jedoch von keiner Seite bisher unterzeichnet. Der Konflikt zieht sich bereits seit Jahren hin, wobei vor allem Streitigkeiten über die Preisgestaltung und ausstehende Zahlungen im Mittelpunkt stehen. Die WSW hat inzwischen Berufung gegen das Gerichtsurteil eingelegt und betont, dass es die aktuelle Abschaltung nicht berühre. Währenddessen harren die Mieter in eisigen Wohnverhältnissen aus, während die Verhandlungen sich hinziehen. Die Rechtsvertretung des ELBA Zukunftswerks betont, dass die Heizungsabschaltung die Rechte der Mieter verletze, während die WSW ihre Position mit finanziellen Gründen verteidigt.

Die Auseinandersetzung bleibt weiterhin ungelöst – für die betroffenen Bewohner ist vorerst keine Besserung in Sicht. Ein neuer Vertragsvorschlag existiert, doch beide Seiten müssen ihm noch zustimmen. Gleichzeitig fügt die gerichtliche Entscheidung zur Preiskopplung dem anhaltenden Rechtsstreit eine weitere Ebene hinzu.