Zoll schlägt mit Großrazzia gegen illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche zu
Ariane RosenowZoll schlägt mit Großrazzia gegen illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche zu
Zoll startet Großrazzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche
Der deutsche Zoll hat eine bundesweite Großoffensive gegen nicht gemeldete Beschäftigung und illegale Arbeitsverhältnisse im Sicherheits- und Personenschutzsektor eingeleitet. Die von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) koordinierte Aktion umfasst über 2.100 Beamte, die landesweit Unternehmen kontrollieren. Im Fokus stehen dabei Objektschutz, Veranstaltungssicherheit sowie die Einhaltung der Sozialversicherungspflichten.
Ziel der Razzia sind vor allem Betriebe, die gegen Arbeitsgesetze verstoßen – etwa durch nicht genehmigte Leiharbeit oder die Unterschreitung des Mindestlohns. Zudem werden Betrugsfälle bei Sozialleistungen und die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte untersucht. Sämtliche Hauptzollämter sind beteiligt und setzen sowohl zufällige Stichproben als auch umfassende Betriebsprüfungen auf Basis von Risikoanalysen ein.
Erste Erkenntnisse aus einer ähnlichen Aktion im Jahr 2026 hatten bereits massive Verstöße in der Branche offenbart: Damals wurden 1.248 Unternehmen überprüft, wobei 842 gegen Vorschriften verstoßen hatten. Die verhängten Bußgelder summierten sich auf 12,5 Millionen Euro – ein deutlicher Beleg für das Ausmaß der Rechtsbrüche im Sicherheitsgewerbe.
Die FKS verschärft regelmäßig die Kontrollen in besonders anfälligen Branchen, um staatliche Einnahmen zu sichern und faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Erste vorläufige Ergebnisse der aktuellen Großrazzia sollen noch in dieser Woche veröffentlicht werden.
Die Aktion unterstreicht die zentrale Rolle des Zolls bei der Durchsetzung von Arbeitsrecht und dem Schutz der Sozialsysteme. Durch die Bekämpfung von Schwarzarbeit sollen faire Löhne, legale Beschäftigungsverhältnisse und korrekte Steuerabgaben sichergestellt werden. Bei nachgewiesenen Verstößen drohen Bußgelder und weitere Sanktionen.






