Zukunft des Q1-Jugendzentrums in Bergisch Gladbach steht auf der Kippe
Ariane RosenowZukunft des Q1-Jugendzentrums in Bergisch Gladbach steht auf der Kippe
Die Zukunft des Q1-Jugendzentrums in Bergisch Gladbach bleibt ungewiss, während der Stadtrat vor einer richtungsweisenden Entscheidung steht. Das 73 Jahre alte Gebäude, das von einer Pfadfindergruppe und der evangelischen Kirchengemeinde gemeinsam genutzt wird, bedarf dringend einer Sanierung. Nun müssen die Verantwortlichen abwägen: Soll das Zentrum teuer renoviert oder an einen neuen Standort verlegt werden?
Die Stadtverwaltung hat zwei Hauptoptionen vorgelegt: eine Komplettsanierung für rund neun Millionen Euro oder eine kostspielige Übergangslösung. Eine grundlegende Renovierung würde mindestens 31 Monate dauern, in denen das Gebäude nicht nutzbar wäre. Falls man sich gegen die Sanierung entscheidet, müsste das Jugendzentrum umziehen – bis dahin wären nur die dringendsten Sicherheitsreparaturen vorgesehen.
Die Pfadfinder lehnen einen Umzug kategorisch ab, während die evangelische Kirchengemeinde das Zanders-Gelände als tragfähige Alternative betrachtet. Die Kirchengemeinde hat zugestimmt, ihren Mietvertrag bis Oktober 2026 zu verlängern, um der Stadt Zeit für eine endgültige Planung zu geben. Das mehrgenerationelle Gemeinschaftszentrum würde unterdessen in die Volkshochschule umziehen, doch die Zukunft des Kindergarten-Museums und der Pfadfinder bleibt weiter offen.
Nach monatelangen Analysen und Diskussionen wird der Stadtrat auf seiner Sitzung am 24. März über einen finalen Vorschlag abstimmen. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, ob das Gebäude gerettet oder aufgegeben wird – wobei Bergisch Gladbach als Eigentümer eine zentrale Rolle spielt.
Die Abstimmung im März wird die Weichen für die Zukunft des Q1-Jugendzentrums stellen. Bei einer Zustimmung zur Sanierung beginnen die Arbeiten an der maroden Bausubstanz – allerdings zu hohen Kosten. Lehnt der Rat die Pläne ab, bleibt das Gebäude zurück, und die Pfadfinder sowie andere Gruppen müssten bis zum nächsten Herbst neue Räumlichkeiten finden.
