16 April 2026, 18:21

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürens Hauptschule – trotz nur fünf angemeldeten Kindern

Schwarzes und weißes Foto eines Klassenzimmers mit Kindern an Tischen, Büchern und Gegenständen auf den Tischen und einem Geländer und einem Schirm im Hintergrund.

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürens Hauptschule – trotz nur fünf angemeldeten Kindern

In Ibbenbüren soll für die örtliche Gemeinschafts-Hauptschule ein neues Schulgebäude für 23 Millionen Euro entstehen. Die Entscheidung fällt zu einer Zeit, in der die Schule mit sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen hat: Für das Schuljahr 2025/2026 sind bisher nur fünf Kinder angemeldet. Trotz der geringen Zahlen und durchwachsenen Leistungsbewertungen unterstützen die meisten lokalen Parteien das Vorhaben.

Das neue Gebäude wird zwei Teilstandorte der Gemeinschafts-Hauptschule ersetzen, die künftig zusammengelegt werden. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant. Aktuell besuchen eine kleine, aber heterogene Schülerschaft die Einrichtung – darunter Flüchtlingskinder, Quereinsteiger sowie Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf. Ziel ist es, die Schule als "inklusive Lernschule" zu etablieren.

Obwohl die Einrichtung über ein Qualitätssiegel verfügt, monierten Prüfer Schwächen im Umgang mit Unterrichtsstörungen und bei der Anpassung der Lehrmethoden. Eltern fordern seit Langem erweiterte Möglichkeiten für gemeinsames Lernen sowie die Chance, dass leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler innerhalb derselben Schule ihr Abitur anstreben können.

Die rund 50.000 Einwohner zählende Stadt Ibbenbüren verfügt bereits über zwei Gymnasien (ein städtisches und ein katholisches), eine Realschule sowie eine Gesamtschule, die pro Jahrgang auf vier Züge begrenzt ist. Der Neubau der Hauptschule soll die räumlichen Bedingungen modernisieren und die Abläufe zentralisieren – auch wenn die späten Anmeldungen von Jahr zu Jahr schwer kalkulierbar bleiben.

Die Investition von 23 Millionen Euro wird bis 2030 einen eigenständigen Standort für die fusionierte Hauptschule schaffen. Trotz der niedrigen Schülerzahlen bleibt die Schule eine Anlaufstelle für Kinder mit unterschiedlichen Hintergründen und Lernvoraussetzungen. Das Projekt geht mit breiter politischer Rückendeckung voran, auch wenn die langfristige Notwendigkeit weiterhin diskutiert wird.

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