Apotheker warnen vor Schließungswelle: Proteste am 23. März geplant
Edeltrud WagnerApotheker warnen vor Schließungswelle: Proteste am 23. März geplant
Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Belastungen im Apothekensektor zu sprechen. Themen des Gesprächs waren finanzielle Schwierigkeiten, Schließungen von Apotheken sowie die für den 23. März geplanten Proteste.
Während des Treffens wies Lohmann auf die drohende Welle von Apotheken-Schließungen hin und betonte, dass das Problem mittlerweile nicht nur ländliche Regionen, sondern auch städtische Gebiete wie das nördliche Essen betreffe. Er unterstrich, dass der Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente für das Überleben seines Betriebs entscheidend sei, und forderte eine fairere Vergütung, um eine stabile Patientenversorgung und bessere Löhne für das Personal zu gewährleisten.
Schrumpf erkannte die Sorgen an, räumte jedoch ein, dass die Landespolitik nur begrenzten Spielraum bei der Gebührenanpassung habe. Er versprach, das Thema auf Bundesebene vorzubringen, und unterstützte die geplanten Proteste. Diese seien notwendig, um die Öffentlichkeit auf die ausbleibenden Gebührenerhöhungen aufmerksam zu machen, so der Politiker.
Die Diskussion erfasste auch die finanzielle Belastung durch Versandapotheken, die Rabatte von bis zu 10 Euro anbieten können, während die feste Abgabegebühr bei 8,35 Euro bleibt. Allein 2025 schlossen in Nordrhein-Westfalen 97 Apotheken – ein Ergebnis der anhaltenden Streitigkeiten über stagnierende Gebühren und steigende Betriebskosten.
Das Gespräch machte die wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche deutlich: von unfairem Wettbewerb bis hin zu unzureichender Finanzierung. Mit den für den 23. März anberaumten Protesten kämpft der Sektor weiter für Veränderungen, um seine Zukunft zu sichern und den Zugang zur lokalen Gesundheitsversorgung zu erhalten.