Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Ariane RosenowAus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk
Auf einer stillgelegten Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarpark-Projekt. Der Kreis Borken hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, das brachliegendes Gelände in eine Quelle erneuerbarer Energie verwandeln soll. Geplant ist zudem ein Energiespeicher, um überschüssigen Windstrom aus der Region zu nutzen.
Die Deponie wurde 2005 geschlossen und lag seitdem fast zwei Jahrzehnte lang brach. Da der Untergrund noch nachsackt, eignet sich das Gelände zwar nicht für dauerhafte Bauten, aber ideal für Solarmodule. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) übernimmt die Projektleitung; die Fertigstellung ist für 2026 vorgesehen.
Der Solarpark könnte die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie senken. Gelingt das Projekt, könnten sich auch die Müllgebühren für die Anwohner verringern. Um Fördergelder des Landes zu erhalten, muss die Anlage jedoch bis Mitte 2025 in Betrieb gehen.
Ähnliche Projekte gibt es bereits in Nordrhein-Westfalen: In den vergangenen Jahren entstanden Solarkraftwerke auf ehemaligen Deponien in Marl (2022, 5 Megawatt), Köln-Pingsdorf (2023, 3,2 Megawatt) und Essen-Kettwig (2024, 4,5 Megawatt). Das Gelände in Ahaus-Alstätte gehört gemeinsam dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus.
Das Vorhaben gibt einer langjährigen Brachfläche eine neue Bestimmung und stärkt zugleich die regionale Energieversorgung. Wird es termingerecht umgesetzt, könnte es zudem die Finanzlast der örtlichen Abfallwirtschaft verringern. Das Projekt reiht sich ein in den wachsenden Trend, ehemalige Deponien zu Standorten für erneuerbare Energien umzuwandeln.