30 March 2026, 12:21

"Bares für Rares"-Schock: Seltene Zinndose entpuppt sich als plumpe Fälschung

Altes Dokument aus dem 17. Jahrhundert mit einer Münze in der Mitte auf altem Papier, vor dunklem Hintergrund.

"Bares für Rares"-Schock: Seltene Zinndose entpuppt sich als plumpe Fälschung

Eine Zinndose, die in die deutsche Fernsehsendung Bares für Rares mitgebracht wurde, sorgte zunächst für Begeisterung – bis sie sich als mutmaßliche Fälschung entpuppte. Die Verkäufer Siegfried und sein Schwager Michael hatten gehofft, mit dem Erlös ihre goldene Hochzeit finanzieren zu können. Doch Experte Detlev Kümmel äußerte schnell Zweifel an ihrem Alter.

Die aufwendig verzierte Dose wurde zunächst als seltenes Stück aus dem 16. oder 17. Jahrhundert präsentiert. Moderator Horst Lichter zeigte sich sofort interessiert und spekulierte über einen hohen Verkaufspreis. Die beiden Männer hatten das Geld für die Feier zum 50. Hochzeitstag von Siegfried verwenden wollen.

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Der Antiquitäten-Spezialist Detlev Kümmel untersuchte das Objekt genau und stellte dessen Echtheit infrage. Er kam zu dem Schluss, dass die Dose tatsächlich erst im 19. Jahrhundert gefertigt worden war – vermutlich mit der Absicht, Käufer über ihr wahres Alter zu täuschen. Lichter bemerkte später, dass auch frühere Besitzer wohl auf dieselbe Fälschung hereingefallen seien.

Nach diesem Urteil waren die Verkäufer sichtbar enttäuscht. Der Händlerraum der Sendung blieb ihnen verschlossen, und sie verließen das Studio ohne Händlerkarte – ein Verkauf war damit unmöglich.

Aus der vermeintlichen Jahrhundert-Schatztruhe entpuppte sich die Zinndose als geschickte Fälschung. Siegfrieds und Michaels Hoffnung auf einen lukrativen Verkauf für das Jubiläum zerplatzte. Der Vorfall diente als Mahnmal für die Risiken im Antiquitätenhandel – selbst in beliebten Fernsehformaten.

Quelle