27 March 2026, 18:19

Bergisch Gladbach droht 2027 die Pleite – 50 Millionen Euro Defizit und Jobverluste verschärfen die Krise

Plakat mit der Aufschrift "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" mit Logo, das die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 fordert.

Bergisch Gladbach droht 2027 die Pleite – 50 Millionen Euro Defizit und Jobverluste verschärfen die Krise

Bergisch Gladbach steuert auf eine sich verschärfende Finanzkrise zu: Der Haushaltsentwurf für 2026 weist ein voraussichtliches Defizit von fast 50 Millionen Euro aus. Die Stadt kämpft seit dem massiven Arbeitsplatzabbau mit den Folgen – allein durch die Schließung des Zanders-Papierwerks und des Isover-Dämmstoffwerks gingen fast 550 Stellen verloren. Ohne radikale Kurskorrekturen droht laut Behörden bis 2027 die Insolvenz.

Die finanzielle Schieflage hat sich durch hohe Energiekosten und strengere Vorschriften weiter zugespitzt. Bereits Anfang 2025 planten 38 Prozent der Industrieunternehmen im Kreis Stellenabbau. Im Februar 2026 erklärte Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, der Deindustrialisierungsprozess schreite unaufhaltsam voran.

Der vorgelegte Haushalt 2026 sieht Steuererhöhungen für die Bürger vor, während die Ausgaben auf einem Niveau bleiben, das Kritiker als ungerechtfertigt brandmarken. Die Hebesätze in Bergisch Gladbach liegen bereits über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte in Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig konnte der Klimaschutz-Etat Überschwemmungen nicht verhindern – wie 2021 im Strundepark deutlich wurde.

Die AfD-Fraktion lehnte den Haushaltsentwurf ab und argumentiert, Steuererhöhungen und Klimapolitik hätten bereits Arbeitsplätze gekostet. Stattdessen präsentierte sie ein 10-Punkte-Alternativkonzept, das unter anderem Kürzungen im Klimaschutzmanagement, Personalabbau in HR und Buchhaltung sowie einen Ausbau der Kinderbetreuung vorsieht. Ihr Fokus liegt auf Haushaltskonsolidierung durch Verwaltungsreformen – nicht auf Belastungen für die Steuerzahler.

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Angesichts der düsteren Prognosen des Stadtkämmerers, der die Solvenz bis 2027 als unwahrscheinlich einstuft, steht Bergisch Gladbach vor schwierigen Entscheidungen. Der Verlust großer Arbeitgeber, steigende Abgaben und ungebremste Ausgaben belasten Bürger und Verwaltung gleichermaßen. Der AfD-Vorschlag zeigt einen möglichen Weg auf – doch die finanzielle Zukunft der Stadt bleibt ungewiss.

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