Berliner Tafel kämpft mit Osteraktion gegen wachsende Armut in der Hauptstadt
Wieslaw JähnBerliner Tafel kämpft mit Osteraktion gegen wachsende Armut in der Hauptstadt
Berlins Tafel startet Osterkampagne gegen wachsende Armut in der Stadt
Die Berliner Tafel hat ihre jährliche Osteraktion gestartet, um der steigenden Hungersnot in der Hauptstadt entgegenzuwirken. Da sich die Nachfrage seit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine fast verdoppelt hat, rufen Ehrenamtliche Kund:innen auf, in Supermärkten zusätzliche Lebensmittel zu spenden. Die Sammelaktion läuft bis zum 4. April 2026 in 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland.
Unter dem Motto "Noch eins drauf!" werden Shopper gebeten, ein weiteres Produkt – etwa Kaffee oder Schokolade – mitzunehmen und es den Helfer:innen an der Kasse zu überlassen. In Neukölln sind unter anderem Anne, Uschi und Marianne im Einsatz. Die 33-jährige Anne engagiert sich jeden freien Donnerstag für die Tafel, während Uschi seit 14 Jahren an der Ausgabestelle in der Magdalenenkirche mitwirkt.
Die Berliner Tafel betreibt 48 Verteilstellen in der Stadt und versorgt monatlich rund 94.000 Menschen in Obdachlosenunterkünften und Suppenküchen. Jeden Monat verteilt die Organisation 660 Tonnen Lebensmittel – unterstützt von einem Logistikzentrum und einer Flotte von 25 Lieferfahrzeugen. Die Osterkampagne soll die Bestände in einer Phase besonders hohen Bedarfs aufstocken.
Angesichts der wachsenden finanziellen Not vieler Berliner:innen erweitert die Tafel kontinuierlich ihr Netzwerk. Die Spenden aus der "Noch eins drauf!"-Aktion kommen direkt den 94.000 Menschen zugute, die auf die Hilfe der Tafel angewiesen sind. Supermärkte und Ehrenamtliche arbeiten Hand in Hand, um sicherzustellen, dass in der Stadt niemand auf lebenswichtige Nahrungsmittel verzichten muss.






