David Haye verklagt ITV wegen Rufschädigung nach Dschungelcamp-Skandal
Edeltrud WagnerDavid Haye verklagt ITV wegen Rufschädigung nach Dschungelcamp-Skandal
Der ehemalige Boxer David Haye geht rechtlich gegen ITV vor – wegen seiner Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! South Africa. Der Sportler wirft der Sendung vor, seinen Ruf durch die Darstellung als "Bösewicht aus dem Märchen" schwer beschädigt zu haben. Nun hat er ein hochkarätiges Anwalts-Team beauftragt, um Schadensersatz für den angeblich "nicht wiedergutzumachenden Schaden" an seiner Marke einzuklagen.
Der Streit nahm während Hayes Aufenthalt im Dschungelcamp seinen Lauf, wo er sich wiederholt mit seinem Mitbewohner Adam Thomas anlegte. Zuschauer warfen ihm vor, Thomas gemobbt zu haben, nachdem er diesem unterstellt hatte, eine "Krankheit vorgetäuscht" zu haben, um sich vor den Prüfungen zu drücken. Zudem erntete er Kritik, weil er Thomas' Sieg infrage stellte – unter Verweis auf einen früheren Vorfall, bei dem Thomas das C-Wort gegen Jimmy Bullard verwendet hatte.
Beim live übertragenen Finale lieferte sich Haye eine wütende Tirade gegen Thomas, während die Moderatoren Ant und Dec seine "beängstigenden Theorien über Frauen" scharf verurteilten. Seine Äußerungen gingen über den Streit hinaus und umfassten auch eine als "Body-Shaming" kritisierte Bemerkung gegenüber Gemma Collins. Nach seinem Auszug aus dem Camp verteidigte er sein Verhalten in einem Interview bei This Morning und bezeichnete seine Wortgefechte als "Scherz".
Die öffentliche Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Viele nannten ihn aufgrund seiner Fernsehauftritte einen "Frauenfeind" und "erbärmlich". Haye behauptet nun, ITV habe ihn durch gezielte Schnitte bewusst in ein negatives Licht gerückt. Die von ihm beauftragte Kanzlei Gatehouse Chambers – die mit Stundensätzen von 500 Pfund abrechnet – wird die Klage gegen den Sender führen.
Im Mittelpunkt des Rechtsstreits steht Hayes Vorwurf, die Sendung habe sein Image einseitig und unfair geprägt, was zu einem nachhaltigen Reputationsschaden geführt habe. Seine Anwälte werden argumentieren, dass die Schnittführung seine Rolle in der Serie verzerrt dargestellt habe. Der Fall könnte weitreichende Folgen dafür haben, wie Reality-TV in Zukunft seine Teilnehmer in den Sendungen porträtiert.






