DeepL plant US-Börsengang und setzt auf KI-Übersetzungen für Unternehmen
Ariane RosenowDeepL plant US-Börsengang und setzt auf KI-Übersetzungen für Unternehmen
DeepL, der Kölner KI-Sprachspezialist, bereitet sich laut Berichten auf seinen Börsengang in den USA vor. Das Unternehmen, das im Mai 2024 mit zwei Milliarden US-Dollar bewertet wurde, stehe kurz vor dem Abschluss von Gesprächen mit Finanzberatern. Parallel dazu baut DeepL seine Übersetzungsdienste für Unternehmen weiter aus – sowohl in Cloud-Plattformen als auch in professionellen Arbeitsabläufen.
DeepL integriert seine Übersetzungstools zunehmend in Unternehmenssysteme und zielt dabei auf Firmen mit hohen KI-Budgets ab. Die Dienste sind mittlerweile auch über den AWS Marketplace verfügbar, was die Verbreitung der API in Unternehmensumgebungen vorantreiben soll.
Um das Vertrauen in stark regulierten Branchen zu stärken, hat das Unternehmen wichtige Sicherheitszertifizierungen erworben, darunter ISO 27001 und SOC 2. Damit erfüllt DeepL strenge Datenschutzanforderungen, etwa in den Bereichen Finanzen und Gesundheitswesen.
Insider zufolge könnte DeepL seine Pläne für den Börsengang in der zweiten Jahreshälfte 2026 bekannt geben. Zwar gibt es noch keinen offiziellen Zeitplan, doch das Unternehmen scheint sich derzeit auf Compliance und Infrastruktur für einen möglichen Gang an die Börse zu konzentrieren.
Bei der letzten Finanzierungsrunde im Mai 2024 wurde DeepL mit zwei Milliarden US-Dollar bewertet. Weitere finanzielle Updates oder interne Wachstumsstrategien hat das Unternehmen bisher nicht veröffentlicht. Sollte der Börsengang wie berichtet stattfinden, wäre dies ein bedeutender Schritt für DeepLs Expansion in die US-Kapitalmärkte.