Dinslakens erstes Stadtgespräch bringt Bürger und Politik an einen Tisch
Ariane RosenowDinslakens erstes Stadtgespräch bringt Bürger und Politik an einen Tisch
Dinslakens erstes "Stadtgespräch": Bürger im Dialog mit der Stadtspitze
Am 11. März 2026 fand das erste Stadtgespräch Dinslakens im Gustav-Heinemann-Schulzentrum in Hiesfeld statt. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger kamen mit Bürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae zusammen, um über drängende Themen zu diskutieren – von Haushaltsfragen bis zu lokalen Entwicklungsprojekten. Die Veranstaltung sollte den Austausch fördern, noch vor der anstehenden Haushaltsabstimmung im Stadtrat am 26. März.
Im Mittelpunkt stand die angespannte Haushaltslage Dinslakens zwischen 2021 und 2026. Rückläufige Bundeszuschüsse und steigende Kosten für Infrastruktur – insbesondere bei der Schulmodernisierung und der Umrüstung der Straßenlaternen auf LED – belasten den Etat. Zwar milderten Landesmittel die Situation teilweise ab, doch Thomae kündigte Sparmaßnahmen an, darunter eine Erhöhung der Grundsteuer B. Für Eigentümer eines Einfamilienhauses bedeutet das etwa 26 Euro mehr im Monat, für Gewerbeimmobilien rund 25 Euro und für Mieter in einem Sechsparteienhaus etwa 5,30 Euro Aufschlag.
Bürgermeister Panke präsentierte mehrere Infrastrukturvorhaben: Die EBGS-Schule erhält eine neue Turnhalle, die Feuerwehrwache in Eppinghoven wird saniert, und das Schulzentrum in Hiesfeld ist bereits fertiggestellt. Zudem schlagen die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) eine Neugestaltung des Gelände des Hiesfelder Freibads vor – die Vertragsverhandlungen laufen noch.
Themen wie die Eisbahn der Stadt, Schulneubauten und Fehlzeiten in der lokalen Verwaltung wurden ebenfalls angesprochen. Ein Teilnehmer lobte das neue Dialogformat, das Anwohner zusammenbringe und bisher wenig gehörten Stimmen Gehör verschaffe. Panke betonte, wie wichtig Zusammenarbeit und gemeinsame Ideen für die Zukunft Dinslakens seien.
Das Stadtgespräch bot den Bürgern die Möglichkeit, sich direkt mit den Verantwortlichen auszutauschen – kurz vor der entscheidenden Haushaltsabstimmung am 26. März. Angesichts geplanter Steuererhöhungen und laufender Projekte wurde bei der Veranstaltung deutlich, vor welchen finanziellen Herausforderungen die Stadt steht und welche Vorhaben anstehen. Die finalen Details zum Haushalt werden nach der Ratsentscheidung festgezogen.