16 April 2026, 08:18

Erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Deutschlands bricht TV-Konventionen

Ein Mann im Rollstuhl umgeben von Reportern mit Kameras, Mikrofonen und Handys sowie einem Banner und Lichtern im Hintergrund.

Erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Deutschlands bricht TV-Konventionen

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl in Deutschland. Seit dem 12. Februar präsentiert sie beim Bayerischen Rundfunk (BR) die Hauptnachrichtensendungen um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr. Ihre Berufung markiert einen bedeutenden Schritt für mehr Repräsentation im Fernsehjournalismus.

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Kottmanns Karriere beim BR begann bereits 1997. Im Laufe der Jahre arbeitete sie für die Rundschau und war für die ARD-Studios in Rom und Wien tätig. Zudem moderierte sie die Radiosendung Leben mit Behinderung, die sich mit den Anliegen von Menschen mit Einschränkungen befasste.

Die Journalistin, die an Multipler Sklerose erkrankt ist und daher auf einen Rollstuhl angewiesen ist, strebte bewusst eine Rolle vor der Kamera an. Nach einem erfolgreichen Vorsprechen und einer Probezeit erhielt sie die Position als Moderatorin bei BR24.

Ihr Auftritt vor der Kamera sorgt bereits für Aufmerksamkeit. Viele sehen in ihr ein Vorbild für Menschen mit körperlichen Behinderungen. Als Nachrichtensprecherin in der Hauptsendezeit bricht sie mit langjährigen Konventionen im deutschen Fernsehen.

Regelmäßig informiert Kottmann nun die Zuschauer in ganz Bayern über das Tagesgeschehen. Ihre Arbeit setzt neue Maßstäbe für die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung in den Medien. Der Schritt spiegelt eine wachsende Bestrebung nach mehr Inklusion im Fernsehjournalismus wider.

Quelle