Erster Castor-Transport aus Jülich erreicht Atommüll-Zwischenlager Ahaus ohne Zwischenfälle
Wieslaw JähnErster Castor-Transport aus Jülich erreicht Atommüll-Zwischenlager Ahaus ohne Zwischenfälle
Erster Castor-Atommülltransport aus dem Forschungszentrum Jülich erreicht Ahaus
In den frühen Morgenstunden des Mittwoch, 25. März 2026, traf der erste Transport eines Castor-Behälters mit hochradioaktivem Abfall aus dem Forschungszentrum Jülich in Ahaus ein. Der Konvoi legte 170 Kilometer durch Nordrhein-Westfalen ohne gemeldete Zwischenfälle zurück. Die Polizei setzte über 2.400 Beamte ein, um die Sicherheit während der Operation zu gewährleisten, während sich entlang der Strecke Protestierende versammelten.
Der Transport startete gegen 10 Uhr vom Forschungszentrum Jülich. Ein einzelner Castor-Behälter wurde verladen – der erste von insgesamt 152 geplanten Transporten. Während der Aktion blieb die Straße zum Zwischenlager Ahaus für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Atomkraftgegner protestieren gegen den Transport Aktivisten der Anti-Atomkraft-Bewegung hielten vor dem Geländeeingang Kundgebungen ab und äußerten ihre Ablehnung gegen die Verbringung des Atommülls. Hanna Poddig, eine der Organisatorinnen, bezeichnete den Auftakt der Proteste als Erfolg und zeigte sich zuversichtlich, dass es bei künftigen Transporten zu weiteren Demonstrationen kommen werde.
Politische Reaktionen fallen scharf aus Die Reaktionen aus der Politik ließen nicht lange auf sich warten. Kathrin Vogler, landespolitische Sprecherin der Linken, machte "politische Verantwortungslosigkeit" für die Transporte verantwortlich. Alexander Vogt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, argumentierte, die Verbringungen hätten vollständig vermieden werden können. Unterdessen bestätigte die Landesregierung, künftig bis zu drei Castor-Transporte gleichzeitig durchführen zu wollen.
Der Behälter erreichte Ahaus ohne Zwischenfälle, entlang der Route gab es keine Störungen. Die Behörden werden die Lage weiter beobachten, da weitere Transporte anstehen. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der Atommüll-Entsorgungspolitik und dem öffentlichen Widerstand.






