Ex-Diplomaten fordern EU-Einsatz für demokratischen US-Wahlsieg 2028
Edeltrud WagnerEx-Diplomaten fordern EU-Einsatz für demokratischen US-Wahlsieg 2028
Zwei ehemalige Berater und Diplomaten haben Deutschland und die EU aufgefordert, sich für Wahlsiege der Demokraten in den USA einzusetzen. Christoph Heusgen und Philip Murphy argumentieren, dass ein demokratischer Präsident im Jahr 2028 die transatlantischen Beziehungen wieder stärken würde. Ihr Appell erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über Donald Trumps Haltung gegenüber Europa und internationalen Institutionen.
Heusgen und Murphy werfen Trump vor, Europa eher als Gegner denn als Verbündeten zu behandeln. Sie verweisen auf seine Infragestellung des US-Engagements in der NATO sowie seine konfrontative Handelspolitik. Zudem warnen sie, dass Trumps Vorgehen die US-Demokratie schwäche – etwa durch Druck auf Richter und die Umgehung des Kongresses.
Als Lösung schlagen die beiden vor, demokratische Kandidaten bei den anstehenden Wahlen zu unterstützen. Sie prognostizieren, dass die Demokraten 2024 das Repräsentantenhaus zurückerobern und möglicherweise auch den Senat gewinnen könnten. Ein Sieg der Demokraten 2028, so ihre These, würde zu faireren Handelspolitik und einer erneuerten transatlantischen Zusammenarbeit führen.
Über die US-Politik hinaus empfehlen die Diplomaten, dass Deutschland einen halbpermanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat anstreben sollte. Beide Länder profitierten am meisten, wenn internationale Regeln respektiert würden – und nicht, wenn ein Land allein handle.
Kern ihrer Strategie ist die Stärkung demokratischer Institutionen im In- und Ausland. Eine von den Demokraten geführte USA sehen sie als Schlüssel, um das Vertrauen Europas zurückzugewinnen. Zudem plädieren sie für eine selbstbewusstere Rolle Deutschlands in der globalen Governance.






