Der Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln baut 2.900 Stellen ab – ohne Zwangskündigungen
Fords Werk in Köln hat Personalabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen abgeschlossen
Der Autokonzern hat seine Sparziele durch freiwillige Abgänge und Stellenumverlagerungen erreicht – ein Schritt, der im Zuge der schwachen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen erfolgt. Die Umstrukturierung begann im vergangenen Sommer, als Ford Pläne vorstellte, am deutschen Standort Köln 2.900 Arbeitsplätze abzubauen. Rund 2.100 Mitarbeiter entschieden sich für einen freiwilligen Austritt, während weitere 800 Stellen im Rahmen von Unternehmensverkäufen an Investoren übergingen. Dadurch konnten Zwangsentlassungen vermieden werden.
Anfang dieses Jahres strich das Unternehmen nahezu 1.000 Produktionsstellen und stellte von Zwei- auf Einschichtbetrieb um. Dieser Schritt spiegelte die nachlassende Nachfrage nach Elektroautos wider, die sich auch auf die Produktion in Köln auswirkte. Nach Abschluss der Maßnahmen wird die Belegschaft auf unter 9.000 sinken – gegenüber derzeit etwa 10.500 und fast halb so vielen wie noch 2019, als rund 18.000 Menschen dort beschäftigt waren.
Zwar verzeichnet Deutschland einen deutlichen Anstieg bei Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen – von Januar bis September 2025 waren es 382.200, deutlich mehr als im Vorjahr –, doch gibt es keine konkreten Daten, die dieses Wachstum mit Fords Produktion oder Marktanteil im Land in Verbindung bringen.
Das Sparprogramm des Konzerns ist nun vollständig umgesetzt, die Belegschaft in Köln auf den niedrigsten Stand seit Jahren reduziert. Durch freiwillige Abgänge und betriebliche Umstrukturierungen konnten betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Die Zukunft des Werks hängt maßgeblich von der Marktentwicklung ab – insbesondere im Bereich der Elektromobilität.