10 May 2026, 04:18

Gewalt im Fußball: Weniger Verletzte, aber mehr Pyrotechnik-Missbrauch in deutschen Stadien

Gruppe von Männern beim Fußballspielen auf einem Rasenplatz in einem Stadion mit Zuschauern im Hintergrund.

Gewalt im Fußball: Weniger Verletzte, aber mehr Pyrotechnik-Missbrauch in deutschen Stadien

Verletzungen und Straftaten bei Fußballspielen in Deutschlands Top drei Ligen gingen in der letzten Saison zurück. Die Behörden verzeichneten 1.107 Verletzte – ein Rückgang um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch geben der zunehmende Missbrauch von Pyrotechnik und anhaltende Gewalt in den Stadien weiterhin Anlass zur Sorge.

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Die Zahl der Verletzten an Spieltagen sank im Vergleich zur Saison 2023/24 um 231. Unter den Verletzten waren 160 Polizeibeamte und 89 Sicherheitskräfte. Trotz der Verbesserung bezeichnete Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, die Zahlen als „inakzeptabel“ und forderte schärfere Maßnahmen gegen gewaltbereite Fans.

Auch die eingeleiteten Strafverfahren gingen deutlich zurück: Mit 5.197 Fällen wurde ein Minus von 22 Prozent verzeichnet. Gleichzeitig stieg der Missbrauch von Pyrotechnik jedoch um 73 Prozent auf 4.783 Verstöße. Reul bestand darauf, dass Täter mit Stadionverbot belegt werden müssten, um das Problem einzudämmen.

Fansupport-Gruppen widersprachen der Darstellung einer flächendeckenden Gewalt. Sie argumentierten, dass Verletzungen und Strafanzeigen seit Jahren im Promillebereich lägen. Im Vergleich zu Großveranstaltungen wie dem Oktoberfest seien Stadien deutlich sicherer.

Der Rückgang bei Verletzungen und Straftaten deutet auf Fortschritte bei der Sicherheit an Spieltagen hin. Doch der Anstieg bei Pyrotechnik-Missbrauch und die Forderungen nach härteren Konsequenzen zeigen, dass die Herausforderungen bestehen bleiben. Behörden und Fangruppen streiten weiterhin über das Ausmaß des Problems und den besten Weg nach vorne.

Quelle