Grünes Licht für S11-Ausbau: 836 Millionen Euro für mehr Züge zwischen Köln und Bergisch Gladbach
Uta PatbergGrünes Licht für S11-Ausbau: 836 Millionen Euro für mehr Züge zwischen Köln und Bergisch Gladbach
Ausbauprojekt der S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln erhält Planungsgenehmigung – Bau kann beginnen
Das Ausbauprojekt der S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat die notwendige Planungsgenehmigung erhalten, sodass die Bauarbeiten nun voranschreiten können. Mit einem Gesamtbudget von 836 Millionen Euro soll die Strecke zweigleisig ausgebaut, Bahnhöfe modernisiert und die Barrierefreiheit entlang der Route verbessert werden.
Die Finanzierung in Höhe von 836 Millionen Euro wird gemeinsam von Bund und Land getragen: Die Bundesregierung steuert 531 Millionen Euro bei, das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt 305 Millionen Euro. Das Vorhaben, das von Norbert Reinkober, Geschäftsführer von go.Rheinland, als "schnellster Schienenausbau Deutschlands" bezeichnet wird, umfasst zentrale Maßnahmen wie den zweigleisigen Ausbau, die Modernisierung der Stationen und den Bau neuer Mittelbahnsteige.
Die DB InfraGO, die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, kann nun mit der Ausschreibung von Verträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen. Vorstandsmitglied Gerd-Dietrich Bolte bestätigte, dass die Arbeiten unverzüglich nach Erteilung der förmlichen Bundesgenehmigung starten sollen. Allerdings könnte sich das ursprüngliche Fertigstellungsziel für das zweite Gleis – Anfang 2032 – aufgrund von Überschneidungen mit anderen Projekten verzögern.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass alle Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen werden. Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach, ging davon aus, dass die Bauarbeiten bis Ende 2030 beginnen könnten. Nach der Inbetriebnahme wird die S11 alle zehn Minuten verkehren und in Stoßzeiten fast im Fünf-Minuten-Takt fahren.
Der Ausbau wird die Kapazität und Erreichbarkeit der S11-Strecke deutlich erhöhen. Zwar sind Finanzierung und Genehmigungen gesichert, doch könnten terminliche Herausforderungen den Fertigstellungstermin nach hinten verschieben. Die Verantwortlichen bleiben jedoch entschlossen, die Modernisierungsmaßnahmen so effizient wie möglich umzusetzen.






