21 March 2026, 22:15

Hamburgs Bürger entscheiden am 12. Oktober über radikale Klimaziele bis 2030

Eine stilisierte Karte von Hamburg, Deutschland, mit Gebäuden, Bäumen, Wasser, Vögeln und Wolken am Himmel, sowie Text oben.

Kulturelle Szene setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburgs Bürger entscheiden am 12. Oktober über radikale Klimaziele bis 2030

Hamburg stimmt am 12. Oktober über die Zukunft seiner Klimaziele ab

Am 12. Oktober sollen die Hamburger Bürger:innen in einer öffentlichen Abstimmung über die Klimaziele der Stadt entscheiden. Die Initiative "Hamburger Zukunftsentscheid" schlägt vor, das Ziel der Klimaneutralität von 2045 auf 2030 vorzuziehen. Bereits über 80 Kulturschaffende und -institutionen unterstützen den Plan und fordern schnellere Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen.

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Das Vorhaben zielt darauf ab, das Hamburger Klimaschutzgesetz zu überarbeiten – mit strengeren jährlichen CO₂-Obergrenzen und regelmäßigen Überprüfungen der Fortschritte. Werden die Klimaziele verfehlt, sollen Notfallmaßnahmen greifen, um die Stadt auf Kurs zu halten. Zudem sieht der Entwurf sektorspezifische Vorgaben vor, die sich an der bestehenden Klimastrategie Hamburgs orientieren.

Um soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten, verhindert der Plan, dass Vermieter:innen hohe Sanierungskosten auf die Mieter:innen abwälzen. Stattdessen sollen Förderprogramme die Modernisierung von Gebäuden unterstützen und so die finanzielle Belastung für Eigentümer:innen verringern. Geplant sind zudem dreizehn neue Pilotprojekte für bezahlbaren, nachhaltigen Wohnraum in allen sieben Bezirken – als Ergänzung zum bestehenden "Wilhelmsburger Rathausviertel". Ein zentrales Vorhaben ist "Oberbillwerder", das vollständig mit erneuerbarer Wärme versorgt werden soll.

In Hamburgs Kulturszene wächst die Unterstützung für die Initiative. Theater wie das "Schauspielhaus", "Kampnagel" und die "Hamburger Kunsthalle" haben sich der Kampagne angeschlossen. In einem offenen Brief fordern Schauspieler:innen wie Bjarne Mädel, Lina Beckmann und Mirco Kreibich die Bürger:innen auf, für die verschärften Klimaziele zu stimmen.

Die Abstimmung am 12. Oktober wird entscheiden, ob Hamburg einen schnelleren und stärker überwachten Weg zur Klimaneutralität einschlägt. Bei einer Zustimmung müsste die Stadt jährliche Emissionskontrollen einführen und den nachhaltigen Wohnungsbau ausbauen. Zudem würde das Ergebnis regeln, wie die Kosten für ökologische Sanierungen zwischen Vermieter:innen und Mieter:innen aufgeteilt werden.

Quelle