22 March 2026, 04:18

Thüringens Freilichtmuseen locken mit Neuheiten – doch Spritpreise bremsen Besucherandrang

Kleines rotes Gebäude mit einem Riesenrad davor, umgeben von festlichen Oktoberfest-Dekorationen, Menschen und Gegenständen, vor dem Hintergrund von Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel in München, Deutschland.

Verhindert der Spritpreis Besuche in Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen locken mit Neuheiten – doch Spritpreise bremsen Besucherandrang

Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison mit neuen Attraktionen und Veranstaltungen vor – doch steigende Spritpreise dämpfen die Erwartungen an die Besucherzahlen. Viele der Standorte sind nach wie vor schwer ohne Auto zu erreichen, was die Herausforderung zusätzlich verschärft.

Den Auftakt macht das Kloster Veßra, wo das Hennebergische Museum bereits seit dem 1. März seine Türen geöffnet hat. In den kommenden Monaten sind neue Ausstellungen und umgestaltete Räumlichkeiten geplant. Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt folgen am 1. April mit einer restaurierten Toranlage und einer modernisierten Kaffeemaschine.

Das Freilichtmuseum Hohenfelden empfängt ab dem 28. März wieder Gäste auf seinem Hauptgelände. Ein neues Besucherzentrum entsteht und soll bis Ende Mai fertiggestellt sein. Trotz finanzieller Engpässe öffnet auch die Funkenburg in Westgreußen wie gewohnt zu Ostern mit einer Eiersuche und einem Café.

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Das Freilichtmuseum Rudolstadt bietet ein prall gefülltes Programm: vom Burgenland-Weinfest über Open-Air-Kino und Sommertheater bis zur Rudolstädter Sommerkonzertreihe. Beliebte Veranstaltungen wie der Handwerkertag, der Schäfertag und der Thüringer Käsemarkt kehren in diesem Jahr ebenfalls zurück. Um die Anreise zu erleichtern, wird an Wochenenden ein Buspendelverkehr ab Erfurt eingerichtet.

Doch die steigenden Spritkosten bereiten den Verantwortlichen Sorgen. Seit Beginn des Iran-Konflikts 2023 sind die Benzinpreise in Deutschland zwischen dem 23. Februar und dem 9. März 2026 um etwa 25 Cent pro Liter gestiegen – ein Anstieg, der den EU-Durchschnitt von 11 bis 13 Cent deutlich übertrifft. Grund sind vor allem die hohen Steuern: 65,45 Cent pro Liter Energiesteuer plus CO₂-Preis. Aktuell liegt der Durchschnittspreis für Diesel bei rund 172 Cent pro Liter, Benzin verzeichnet einen ähnlichen Aufwärtstrend.

Die Museen erweitern ihr Angebot und modernisieren ihre Einrichtungen für die neue Saison. Doch angesichts der explodierenden Kraftstoffkosten und der oft autolastigen Erreichbarkeit vieler Standorte könnte die Besucherresonanz leiden. Der geplante Bus-Shuttle soll Abhilfe schaffen – ob er die erwartete Wirkung entfaltet, bleibt abzuwarten.

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