04 April 2026, 18:21

Historisches Treffen: Migranten aus Ostblockstaaten vernetzen sich in Deutschland

Ein detailliertes historisches Plakat der ersten Grafschaft Tirol-Karte, das geographische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte sowie begleitenden Text über die Region und ihre Bewohner zeigt.

Historisches Treffen: Migranten aus Ostblockstaaten vernetzen sich in Deutschland

Historisches Treffen in Deutschland: Migrantinnen und Migranten aus ehemaligen Ostblockstaaten tauschen sich aus

Vom 6. bis 8. August fand in Deutschland ein wegweisendes Treffen statt, das Migrantinnen und Migranten aus ehemaligen Ostblockländern zusammenbrachte. Die Veranstaltung markierte die erste Konferenz von p(ost) berlin, einem neuen Projekt der BUNT-Stiftung und des Bundesprogramms "Demokratie lebt!". Im Mittelpunkt standen persönliche Vernetzung und gemeinsame Herausforderungen, mit denen ihre Communities im heutigen Deutschland konfrontiert sind.

Organisiert wurde das Treffen von der BUNT-Stiftung, die Sprach- und Integrationskurse für Zuwandernde, Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anbietet. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf Frauen, Kindern und Familien, die sie beim Ankommen in Deutschland unterstützt.

Zu den Hauptrednern zählte Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbandes russischsprachiger Eltern. In seinem Vortrag ging es um Strategien, um die Gemeinschaften von Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion und dem Ostblock zu stärken. Die Veranstaltung rückte zudem die Arbeit von Initiativen wie dem Kinder- und Jugendverband JunOst in den Blick, der junge Menschen mit russischsprachigem Hintergrund fördert, sowie den Frauenpower Ukrainian Women Integration Association in Sachsen-Anhalt, der ukrainische Frauen bei der Integration in die deutsche Gesellschaft begleitet.

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Vor dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 lebten etwa drei Millionen Menschen aus ehemaligen Sowjetrepubliken in Deutschland. Seither ist ihre Zahl auf rund fünf Millionen gestiegen. Zwar verzeichnet der Mikrozensus 2022 insgesamt 23,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, doch wie viele davon aus Ostblockstaaten stammen, wird nicht gesondert ausgewiesen. Ein wiederkehrendes Problem bleibt die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse – besonders in Bereichen wie dem Lehramt.

Organisationen wie die Deutsch-Kasachische Gesellschaft engagieren sich seit Jahrzehnten für die Stärkung der Beziehungen zwischen Deutschland und Zentralasien. Gegründet 1997, fördert der Verband bis heute kulturelle und wirtschaftliche Austauschprojekte zwischen Kasachstan und Deutschland.

Die Konferenz bot Migrantinnen und Migranten eine Plattform, um Erfahrungen auszutauschen und Lösungen für gemeinsame Hürden zu diskutieren. Themen wie die berufliche Anerkennung und kulturelle Integration bleiben für die wachsende Zahl von Menschen aus ehemaligen Ostblockstaaten in Deutschland drängend. Das Projekt p(ost) berlin setzt sich zum Ziel, diese Herausforderungen durch kontinuierliche Zusammenarbeit und Netzwerkarbeit anzugehen.

Quelle