Justizvollzugsanstalt Willich I wächst: Moderner Ausbau für 768 Haftplätze fast fertiggestellt
Wieslaw JähnJustizvollzugsanstalt Willich I wächst: Moderner Ausbau für 768 Haftplätze fast fertiggestellt
Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen wird massiv ausgebaut – zweite Bauphase steht kurz vor dem Abschluss
Die Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen durchläuft eine umfassende Erweiterung, wobei die zweite Bauphase nun nahezu abgeschlossen ist. Das Projekt umfasst neue Werkstätten, ein Multifunktionsgebäude sowie eine große Sportanlage im Freien. Dieser Ausbau markiert einen wichtigen Schritt zur Modernisierung des Strafvollzugs in der Region.
Die Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) begann im August 2023 mit den Arbeiten am Haftgebäude 2, nachdem Teile des alten Gefängniskomplexes abgerissen worden waren. Noch im selben Monat starteten die Erdarbeiten, und trotz anfänglicher Verzögerungen durch kaltes Wetter konnten die Rohbauten für die neuen Gebäude wie geplant fertiggestellt werden.
Im Juni 2024 wurden Haftgebäude 1 mit 400 Haftplätzen sowie der Großteil der Werkstätten und das Multifunktionsgebäude an die Gefängnisverwaltung übergeben. In der aktuellen Phase werden diese Einrichtungen durch neue Verbindungsbauten mit Haftgebäude 2 verknüpft. Das neueste Gebäude bietet zusätzliche 368 Haftplätze, darunter Einzel- und Gemeinschaftszellen, zwei barrierefreie Zellen sowie einen zweigeschossigen Bereich für Sozialtherapie und medizinische Behandlung.
Der gesamte Gefängniskomplex erstreckt sich über 27.000 Quadratmeter, wobei die aktuelle Erweiterung mehr als 6.500 Quadratmeter Nutzfläche hinzufügt. Allein Haftgebäude 2 umfasst rund 6.000 Quadratmeter. Nach vollständiger Inbetriebnahme wird die Justizvollzugsanstalt Willich I über 768 Plätze verfügen, die auf resozialisierungsorientierten Strafvollzug und eine erfolgreiche Wiedereingliederung ausgelegt sind.
Die Erweiterung in Willich I führt moderne Einrichtungen ein, die die Haftbedingungen für Inhaftierte verbessern sollen. Die fertigen Bauten erhöhen nicht nur die Kapazität, sondern bieten auch spezialisierte Bereiche für Therapie und Ausbildung. Bisher liegen jedoch keine Details zu Personalstärke oder konkreten Programmen für die Insassen in den neuen Gebäuden vor.






