Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen bis 2026
Die Klesch Group hat sich darauf verständigt, die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen zu übernehmen. Der Deal, der von der Kanzlei Clifford Chance rechtlich begleitet wird, markiert eine bedeutende Expansion für den unabhängigen Raffineriebetreiber. Die Übernahme soll voraussichtlich Mitte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.
Die Raffinerie in Gelsenkirchen zählt zu den größten integrierten Raffinerie- und Petrochemie-Standorten Europas. Sie verarbeitet jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl und beschäftigt etwa 2.300 Mitarbeiter. Zudem ist die Anlage der zweitgrößte Ethylen-Produzent Deutschlands und beliefert die chemische Industrie mit Schlüsselprodukten.
Die Klesch Group, 1990 gegründet, betreibt bereits zwei Raffinerien: Heide in Deutschland und Kalundborg in Dänemark. Das Unternehmen beschäftigt an seinen bestehenden Standorten rund 1.000 Mitarbeiter. Mit dieser Übernahme wird es seine Kapazitäten und Belegschaft deutlich ausbauen.
Die Transaktion erfolgte unter rechtlicher Beratung durch Clifford Chance. Obwohl keine finanziellen Details bekannt gegeben wurden, soll der Deal im zweiten Quartal 2026 finalisiert werden – vorausgesetzt, die Aufsichtsbehörden erteilen ihre Zustimmung.
Nach Abschluss der Übernahme wird die Klesch Group eine der großen deutschen Raffinerien in ihr Portfolio aufnehmen. Der Standort Gelsenkirchen mit seiner hohen Produktionskapazität und der großen Belegschaft wird die Position des Unternehmens auf den europäischen Energiemärkten und im Petrochemie-Sektor stärken. Die abschließenden regulatorischen Prüfungen werden den genauen Zeitplan für die Übergabe bestimmen.






