Lufthansa und Airbus revolutionieren Pilotenausbildung mit VR-Technologie
Ariane RosenowLufthansa und Airbus revolutionieren Pilotenausbildung mit VR-Technologie
Lufthansa Group und Airbus stellen neues digitales Trainingswerkzeug für Piloten vor
Ein neues digitales Schulungstool für Piloten wurde diese Woche von der Lufthansa Group und Airbus auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung in Jena präsentiert. Der Virtual Procedure Trainer nutzt VR-Technologie, um ein Flugzeugcockpit dreidimensional nachzubilden.
Das System kombiniert eine VR-Brille mit einem Laptop und bietet Piloten eine realistische Cockpit-Perspektive. Damit können sie Standardverfahren üben, die bisher nur in Vollflugsimulatoren möglich waren. Zusätzlich lässt sich das System über eine iPad-App flexibel einsetzen.
In der ersten Phase liegt der Fokus auf der A320-Familie, doch bereits jetzt sind Erweiterungen für Langstreckenmodelle wie die A330 und A350 geplant. Zwei Testaufbauten wurden in Frankfurt und Wien installiert, um die Software zu erproben.
An der Weiterentwicklung der Technologie arbeiten die Lufthansa Aviation Training, die Airlines der Lufthansa Group und Airbus gemeinsam. Ziel ist es, den Trainer in die Musterberechtigungs-Schulungen für alle unterstützten Flugzeugtypen zu integrieren. Auf dem Gipfel verfolgten Politiker wie Dr. Volker Wissing und Dr. Franziska Brantner Demonstrationen der VR-Cockpit-Schulung.
Die realistische Simulation bereitet Piloten auf fortgeschrittene Ausbildungsphasen vor und lässt sich beliebig oft wiederholen – für ein flexibles und immersives Lernerlebnis. Der Virtual Procedure Trainer markiert einen Schritt in Richtung Modernisierung der Pilotenausbildung durch digitale Lösungen.
Bei Erfolg könnte das VR-System zum Standard in den Schulungsprogrammen der Lufthansa- und Airbus-Flotten werden. Die Testphase in Frankfurt und Wien wird über eine mögliche breitere Einführung entscheiden.






